John Bunyan

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John Bunyan – vom Kesselflicker zum Prediger

Der Baptistenprediger und Schriftsteller John Bunyan, geboren 1628 in Elstow, Grafschaft Bedfordshire, lebte und wirkte bis 1688 in England. Der Sohn eines Kesselflickers, der mit zwei jüngeren Geschwistern aufwuchs und nur wenig Zugang zur Bildung hatte, erlernte zunächst den Beruf seines Vaters. Im englischen Bürgerkrieg hatte er seinen Wehrdienst in Newport Pagnell abzuleisten. Dort kam er unter den Einfluss radikaler puritanischer Prediger, die seinen Lebensweg nachhaltig prägen sollten. Nach Rückkehr in seinen Heimatort durchlebte er ab 1647 einen geistlichen Reifungsprozess, der schließlich in eine Bekehrung zum Baptistentum mündete.

Nach seiner Gläubigentaufe schloss er sich der „Bedford Separatist Church“ an. Die brutale Nonkonformistenverfolgung der anglikanischen Kirche unter der Stuart-Monarchie dieser Zeit belegte ihn mit einem Predigtverbot und einer zwölfjährigen Gefängnishaft. Jedoch war es ihm trotzdem möglich, theologische Schriften zu verfassen und sogar an der Gemeindearbeit teilzunehmen. Rettung empfindet er in dieser verzweifelten Lage, indem sein Glaube an die göttliche Gnade größer ist als die drohende spirituelle Resignation.

Formal wendet sich Bunyan in seinem Bekehrungsbericht an seine eigene Familie, jedoch richtet sich seine Erbauungsschrift in Wahrheit an die Gemeindeöffentlichkeit, was sich auch in der sehr wirkungsvollen Verknüpfung von persönlichem, bildsprachlichem und faktisch-dokumentarischem Stil spiegelt. Im England des Jahres 1685 erscheint sein Hauptwerk, „Pilgerreise zur ewigen Seligkeit“, lange vor der Aufklärung. Die allegorische Darstellung seines christlichen Glaubensweges schaffte sogar den Sprung auf die Liste der Weltliteratur.

John Bunyan – Pilgerreise zur Ewigkeit

Ausgangssituation ist ein glaubensfernes Leben, das der Protagonist Christian dieses autobiographischen Werkes führt. Fernab von Gott beginnt sein Weg, das Ziel ist der Eintritt in die legendäre himmlische Stadt. Der Autor bemüht in seiner zeitgenössischen Sprache populäre Märchen- und Romanzenmotive, um den allgegenwärtigen Kampf mit Teufel und Dämonen zu beschreiben. Der innere und zeitliche Prozess der Hinwendung des Menschen zu Gott erscheint als äußerer Vorgang der Bewegung auf ein räumliches Ziel.

Während der Bekehrungsbericht stets einzig nur einen Zwischenstand wiedergeben kann, den der Protagonist gerade erreicht hat, gelangt der Held zu einem glücklichen Ende, das allerdings nur im Tode zu finden ist. Die bildhafte und aus heutiger Sicht oftmals anachronistisch wirkende und schwer verständliche Sprache wurde behutsam heutigen Standards angepasst. Die modernen Editionen aus dem Werk des Schriftstellers John Bunyan erhalten Sie in der christlichen Alpha Buchhandlung.

John Bunyan – zerbrochen und zerknirscht vor Gott treten

Aus dem Schaffen John Bunyan ist überliefert und besonders hervorzuheben:

• „Überreiche Gnade“ (neu 2011)
• „Pilgerreise zur Seligkeit“ (1685, neu 2021)
• „Überfließende Liebe“ (1631, neu 2008)
• „Eintreten in seine Gegenwart“ (neu 2021)

Sein reifstes Werk entstand kurz vor seinem Tod. Angelehnt an einen Psalm zeigt der Autor, wie man mit „zerbrochenem Geist“ und „zerknirschtem Herz“ am Ende des Lebens Gott gefällig entgegentreten soll. Sicher keine leichte Kost aus heutiger Perspektive, aber ein gefühlvolles geistliches Vermächtnis eines fraglos berühmten und bedeutenden Schriftstellers seiner Zeit.

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