Wo du richtig bist

Wo du richtig bist
Vom Aufbrechen und Heimatfinden.
Auch Tomas Sjödin bewegen grundlegende Lebensfragen. Er macht sich auf die Suche nach Antworten und folgt der Spur seines "Zwillings", des zweifelnden Apostels Thomas. In ihm findet Sjödin einen Seelenverwandten, jemanden, den er versteht und von dem er sich verstanden weiß. Er begibt sich auf eine persönliche Spurensuche, bei der er die Stationen seines Lebens, und die seines "Zwillings" bereist. Er macht Entdeckungen, die er am heimischen Schreibtisch nicht gemacht hätte.
Bestellnummer: 226817
EAN: 9783417268171
Produktart: Buch
Veröffentlichungsdatum: 08/2017
Format: 14,5 x 22 cm
Einbandart: gebunden
Seitenzahl: 224
Autor/Interpret: Tomas Sjödin
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den eigenen Platz finden
Endlich ankommen… wo gehöre ich hin, wo ist mein Platz im Leben? Dies sind Fragen, die sich viele Menschen stellen. Tomas Sjödin folgt seinem „Zwilling“ dem Apostel Thomas und begibt sich auf eine Spurensuche hin zu den Schauplätzen in Israel und von dort weiter nach Indien und zuletzt auf eine Pilgertour entlang dem Thomasweg in Italien. Eine große Reise auch innerlich auf den Weg wo er genau richtig ist.
Meine Meinung:
Ich bin mit anderen Erwartungen aufgrund des Titels an das Buch heran gegangen. Ich hatte mir eine Art Ratgeber vorgestellt, jedoch stellte ich schnell fest, dass es mehr ein Lebensbericht des Autors ist und wie er seinen Platz im Leben gefunden hat, an dem er richtig ist. Trotz meiner anderen Erwartung habe ich dort viele schöne hilfreiche Zitate und Stellen gefunden.
Das Cover ist erinnert an die schwedische Flagge in blau – gelb. Mich persönlich spricht es nicht an, liegt daran, dass ich beide Farben nicht mag und es mir zu unruhig ist. Im Rückblick nach dem Lesen betrachtet passt es aber zu dem Inhalt sehr gut.
Der Autor Tomas Sjödin ist in seiner Heimat Schweden Pastor und Schriftsteller. Zu Beginn nimmt er den Leser mit in das Schloss Sanssouci in Potsdam und zeigt uns dort das Gemälde der ungläubige Thomas von Caravaggio und spaziert anschließend durch den Schlosspark.
Man merkt schnell, es dreht sich in dem Buch um den von ihm bezeichneten Zwilling Thomas in der Bibel, der dort leider nur ganz kurz auftaucht. Schön wäre gewesen, wenn kurz diese Stelle zitiert gewesen wäre. So musste ich mir erst meine Bibel schnappen und nachlesen, um in dem Thema drin zu sein. Der Jünger Thomas ist der Zweifler, der bei der ersten Erscheinung von Jesus nicht anwesend war und dies auch nicht glauben konnte. Später kann er sich dann in einer erneuten Begegnung selbst davon überzeugen, dass Jesus auferstanden ist. Doch dort wo Thomas ist, scheint nicht sein Platz zu sein. Er bricht auf. Und begibt sich auf eine Reise. Diese Reise erlebt der Autor nach. Hier muss noch erwähnt werden, dass Sjödin Pastor einer Pfingstgemeinde ist, dies wird auch sehr deutlich daran, dass seine weitere Reise und die Basis dieses Buches die „Thomasakten“ oder auch Apokryphen genannt sind. Hätte ich dies eher gewusst, ich glaube ich hätte dieses Buch nicht gelesen, weil diese in der „normalen“ Bibel keinerlei Erwähnung finden und dort auch nicht enthalten sind. Sie werden bezweifelt und kritisch betrachtet, dienen hier aber als Basis des Buches. So reist der Autor den Spuren seines Zwillings nach. An den See Genezareth und dann weiter nach Indien.
Schön finde ich, dass nach seiner Meinung die Stärke im Glauben keinerlei Bedeutung hat. Ich fand im Weiteren viele schöne Textpassagen, die ich mir markiert habe. Hier zitiere ich einmal zwei davon:
- „Wer angesehen wird und merkt, dass man ihm etwas zutraut, der wächst. Wer seinen Platz im Leben findet, erblüht – und nimmt dabei erstaunlicherweise keinen fremden Platz weg.
- ..weil träumen leben bedeutet – wer nicht träumt stirbt.“
Hier zeigt er wie wichtig Träume sind. Nur das dies Wort anders definiert werden muss als üblicherweise passiert. Träume spenden Kraft und Energie, geben Mut und geben dem was man innerlich vor Augen hat eine Richtung.
Sehr schön finde ich auch:
- „…das an jeder wichtigen Weggabelung ein Mensch steht, der seine Rolle selbst nicht für bedeutsam hält, der aber einfach da ist mit dem, was gerade gebraucht wird, und der eine entscheidende Bedeutung bekommt.“
Der Autor spricht vom Aufbrechen, seinen Weg gehen um seinen Platz zu finden. Seiner eigenen Sehnsucht zu folgen, damit Dinge passieren, die nicht geschehen würden, wenn man auf der sicheren Seite bleibt. Hat man seinen eigenen Platz gefunden, nimmt man keinem anderen einen weg. Jeder nimmt nur seinen eigenen ein.
Ich bin auch seit Jahren, wie vermutlich viele andere Menschen auch, auf der Suche, meinen Platz zu finden. Durch dieses Buch ist mir wichtig geworden, dass man nicht stehen bleibt und auf irgendetwas wartet. Sondern wichtig ist, dass man etwas wagt und einfach losgeht. Wie auch der Autor schreibt, beginnt alles mit einem Ameisenschritt. Dies ist ein schönes Beispiel. Es geht nicht um lossprinten und rennen, sondern darum, einfach loszugehen und neues zu wagen.
Fazit:
Auf die Frage des Titels habe ich keine direkte Antwort gefunden. Der Autor gibt einem jedoch sehr viele schöne Gedankenansätze. Nachdem ich meine erste Enttäuschung überwunden hatte, konnte ich viel hilfreiches für mich mitnehmen, sodass es letztendlich für mich durchaus doch positives hatte. Besser wäre jedoch, das Buch als Biographie auszugeben, dann geht man mit anderen Erwartungen an das Buch heran.

Gesamtmeinung:
Kundenmeinung von Miss Lila / (Veröffentlicht am 13.01.2018)
Mit Ameisenschritten vorwärts
Viele Menschen haben Zweifel: „Wie finde ich meinen Platz im Leben?“ oder „Woher weiss ich, dass ich am richtigen Ort angekommen bin?“ Auch Tomas Sjödin, ein schwedischer Pastor und Schriftsteller, hat Zweifel. Er macht sich auf die Suche nach seinem „Zwilling“, dem Jünger Thomas, der ebenfalls ein Zweifler war, und erzählt „vom Aufbrechen und Heimatfinden“.

Erster Eindruck: Mir gefällt das Cover sehr gut. Der Hintergrund wirkt durch das unregelmässige, grafische Muster unruhig, aber da der Titel dann auf einem grossen weissen Hexagon ist, fokussiert es den Blick auf den Titel. Mir gefallen Titel und Untertitel sehr gut. Das Layout des Buches wirkt sehr luftig.

Der Jünger Thomas war ein Zweifler. Die Geschichte des (biblischen) Thomas ist sehr interessant. Es steht, dass er aufbrechen musste, weil es dort, wo er war, keinen Platz für seinen Traum gab. Ein schönes Bild. Mich hat es beeindruckt, dass sich der Autor so intensiv mit dem Leben von Thomas auseinandersetzt und sich auch wirklich auf Reisen begibt (und nicht nur zu Hause über den Jünger Thomas recherchiert).

Es hat sehr viele Passagen, die ich mir angezeichnet habe und die mich zum Nachdenken gebracht haben, z.B.:
- „Seinen Platz zu finden, ist nicht dasselbe, wie immer zufrieden zu sein. Zeiten des Kampfs gehören dazu. Aber es ist ein guter Kampf.“
- „Erfolg ist nicht das Glück auf kurze Sicht; es bedeutet, unbeirrt das zu tun, wovon man weiss, dass man es in dieser Welt tun soll. Ohne auf das Resultat zu schauen.“ Das klingt grossartig und simpel – und doch ist es zuweilen schwer, unbeirrt an etwas festzuhalten, wenn es zwischendurch nicht gut läuft.
- Der Glaube ist für alle da: „Man kann über den Glauben promovieren, und doch ist er etwas, das auch einem Kind offensteht.“ Auch wenn jemand nicht so „gescheit“ von der Bibel zitieren oder vor vielen Leuten sprechen kann, kann er doch seinen Glauben umsetzen, indem eben z.B. Nächstenliebe, Freiwilligenarbeit etc. erbracht wird.
- Der Autor, der zusammen mit seiner Frau bereits früh zwei seiner drei Söhne verloren hat, ist davon überzeugt, dass „Trauer etwas zeitlich Begrenztes ist, während das Vermissen ein Leben lang anhält“. Diese Aussage hat für mich etwas Tröstliches – die Trauer, die einem den Boden unter den Füssen wegreisst, ist begrenzt.

Tomas Sjödin erwähnt viele Menschen, die ihn auf die eine oder andere Weise beeindruckt haben, wie z.B.:
- E. Stanley Jones, ein methodistischer Missionar, der viele Jahre in Indien lebte, war mir vorher nicht bekannt. Ich bewundere Menschen, die sich mit grossem Engagement für etwas einsetzen. Jones hat seinen eigenen Weg mit einem Samenkorn verglichen – seine ganze Zukunft war in diesem Samen verschlossen. Die Frage ist nur, wann, wie und wo der Samen dann aufgeht.
- Ein Pastor in England, der während der dreissig Jahre, die er für ein und dieselbe Gemeinde gearbeitet hat, immer wieder daran dachte, wegzugehen: Diese Geschichte hat mir sehr gefallen und mich auch nachdenklich gemacht. Bei mir sehe ich da Parallelen: Auch wenn ich einen Job habe, der mir gefällt, frage ich mich manchmal schon, ob ich nicht besser ganz etwas anderes machen sollte. Aber meistens gibt es sich dann auch wieder – wie beim erwähnten Pastor.

Ich bin seit Jahren auf der Suche, meinen Platz im Leben zu finden – ich habe das Gefühl, dass das eine Aufgabe ist, die mich das ganze Leben begleiten wird. Wichtig ist jedoch, einfach loszugehen. Daher gefällt mir der Begriff „Ameisenschritt-Revolution“: sich ganz langsam in die Richtung bewegen, die wir wollen; es geht zwar langsam vorwärts, aber stetig. Für mich war es das erste Buch des Autors, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Es hat sich gut lesen lassen, aber auf die einleitenden Fragen habe ich für mein persönliches Leben keine direkten Antworten gefunden (das wäre aber auch zu schön gewesen), jedoch sehr wohl viele Denkanstösse. Das Buch war (im positiven Sinne) anders, als ich es mir vorgestellt habe – ich kann aber nicht wirklich benennen, warum.
Gesamtmeinung:
Kundenmeinung von peedee / (Veröffentlicht am 04.12.2017)
Heimat
„Wo du richtig bist“ –wer möchte nicht gerne seinen Platz im Leben kennen? Den Platz an dem er sich wohlfühlt, er gedeihen kann, und auch das Leben von anderen Menschen bereichern kann? Dieses Buch sucht auf Fragen dieser Art eine Antwort. Die Reise beginnt auf den Spuren eines eher unbekannten Apostels, Thomas. In den biblischen Erzählungen liest man vor allem von seinen Zweifeln. Der auferstandene Jesus erschien den Jüngern, aber Thomas fehlte bei dieser Begegnung. Von Zweifeln geplagt, wollte er erst glauben, wenn er die Wunden von Jesus berührt. Jesus geht liebevoll auf seine Zweifel ein und gibt ihm diese Möglichkeit.
Neben den knappen Hinweisen in der Bibel, geht der Autor, der ebenfalls Tomas heißt, auch auf Mythen und Legenden rund um den Apostel Thomas ein. Es scheint sehr wahrscheinlich zu sein, dass der Apostel Thomas die Botschaft von Jesus nach Indien gebracht hat. Der Autor reist selbst nach Indien, und verliebt sich in die geistliche Lebendigkeit dieses Landes.
Aber dieses Buch besteht nicht nur aus Reiseberichten, auch wenn der schwedische Autor auf den Spuren von Thomas nach Deutschland, Israel, Indien und Italien gereist ist und davon berichtet. Er erzählt auch viel von seiner Gemeinde in der er, gemeinsam mit anderen, eine Arbeit aufgebaut hat, in der die Armen der Stadt liebevoll beköstigt werden. In dieser Arbeit finden viele Menschen ihren Platz, und damit Heimat.
Dieses Buch war bei mir nicht Liebe auf dem ersten Blick. Der Autor schwenkt oft seinen Blickwinkel, und anfangs fiel es mir schwer ihm zu folgen. Dann habe ich, denke ich, seinen Schreibstil besser verstehen können. Das Buch gleicht einer Zugreise, bei der es nicht allein auf das Ziel ankommt, sondern auch auf die Begegnungen unterwegs, und auf den Blick aus dem Fenster. So beginnt der Autor mit dem Weg von Thomas, streut aber immer wieder seine eigenen Erfahrungen ein, oder erzählt von Büchern, die ihn auf seiner Reise begleitet haben.
Letztendlich geht es dem Autor darum wie ein Mensch Heimat findet, und dazu gehören unter anderem andere Menschen und eine Aufgabe. Die Suche nach den eigenen Stärken, und auch das Wegschneiden von Unwichtigem spielen dabei eine Rolle.
Ich finde dieses Buch gibt viele wertvolle Impulse, wie man seinen Platz im Leben finden kann. Wer den Eindruck hat am falschen Platz zu sein oder auf der Suche ist nach einer erfüllenden Aufgabe wird hier sicher einige Antworten und Denkanstöße finden.
Gesamtmeinung:
Kundenmeinung von Marianne / (Veröffentlicht am 21.09.2017)

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Beschreibung

Details

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Auch Tomas Sjödin bewegen diese Lebensfragen und er macht sich auf die Suche nach Antworten: Er folgt der Spur seines "Zwillings" , des zweifelnden Apostels Thomas. In ihm findet Sjödin einen Seelenverwandten, jemanden, den er versteht und von dem er sich verstanden weiß. Er begibt sich auf eine persönliche Spurensuche, bei der er die Stationen seines Lebens, und die seines "Zwillings" bereist. Und er macht Entdeckungen, die er am heimischen Schreibtisch nicht gemacht hätte.


Hoffnungsvoll fordert das Buch Sie heraus, alles infrage zu stellen, aus dem Vertrauten aufzubrechen und den eigenen Platz und die eigene Berufung zu finden.

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