Die Tochter des Emirs

Die Tochter des Emirs
Eine iranische Frau kämpft um ihre Zukunft
Soheila Fors wird im Iran noch zu Zeiten des Schahs geboren.Ihre legendäre kurdische Familie - die ehemalige Königsfamilie - ist politisch einflussreich, steht aber unter Verdacht. Wie in ihrer Kultur üblich, soll Soheila mit einem Cousin verheiratet werden. Doch sie wehrt sich und wählt ihren Ehemann selbst. Dass sie auch mit ihm ins Unglück rennt, merkt sie zu spät. An einem Tiefpunkt erscheint ihr Jesus in einer Vision. Das ist der Anfang einer wunderbaren Geschichte ...
Bestellnummer: 114309
EAN: 9783765543098
Produktart: Buch
Veröffentlichungsdatum: 01/2017
Format: 12 x 18,6 cm
Einbandart: kartoniert
Seitenzahl: 240
Autor/Interpret: Soheila Fors, Ingalill Bergensten
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Ein bewegendes Leben
Soheila Fors wächst als Tochter eines Emirs (ähnlich eines Königs) im Iran im Reichtum auf. Sie ist anders als kleine kurdische Mädchen, sie will frei sein und nicht das machen, was andere Männer ihr sagen. Bei ihrem Vater darf sie vieles, was andere Mädchen nicht dürfen, einfach weil er sie liebt. Er ist der einzige Mensch, der sie schätzt und achtet. Als sie einen Mann kennenlernt, will sie nur den heiraten, auch gegen den Willen ihrer Eltern, merkt dann aber schnell, dass sie in der Familie ihres Mannes eher geduldet ist. Sie lebt als Haussklavin, muss viele Arbeiten verrichten. Als sich die Situation mit ihrem Mann zuspitzt, wandert er nach Schweden aus um sie dann nachzuholen. Als sie 4 Jahre später nachkommen kann, erlebt sie einen Kulturschock. Wie frei leben die Menschen hier? Frauen habe die gleichen Rechte wie Männer? Was einerseits befreiend ist, ist auch schockierend für sie. Sie kehrt vor lauter Heimweh kurz in den Iran zu ihrer Familie zurück und begegnet dort zum ersten Mal Jesus in einer Vision. Nun verändert sich alles für sie.

Soheilas Fors frühste Kindheit liest sich wie im Märchen. Ihr Vater ist ein geschätzter Mann und sie hat einige Freiheiten, die andere Mädchen nicht haben. Sie zieht Hosen an und schneidet ihre Haare kurz. Sie nimmt uns mit hinein in die kurdisch-islamische Kultur, in der sie aufgewachsen ist. Schnell merkt sie, dass man als Frau nichts Wert ist und nur das tun kann, was der Vater oder später der Ehemann und dessen Familie für gut halten. Sie beschreibt viele Grausamkeiten und mehr als einmal muss der Leser den Kopf schütteln. Wie können Menschen nur so mit anderen Menschen umgehen? Als der Krieg zwischen Iran und Irak beginnt, leben sie nur noch in Angst, ob sie den nächsten Tag überstehen. Aber auch die Polizei ist sehr genau und ahndet „Vergehen“ wo wir deutschen sprachlos sind. Doch es gibt nicht nur Nachteile in einer Gesellschaft aufzuwachsen, in der die Familie und Verwandschaft alles ist. Es wird einander geholfen, einfach weil sich das so gehört. Als sie dann nach Schweden kommt und die Individualkultur kennenlernt, wo jeder sich selbst der nächste ist, die alten Verwandten ins Altersheim abgeschoben werden bis sie sterben, das versteht sie lange Zeit nicht. So entsteht auch die Idee, ein Haus für Frauen zu gründen, die in der neuen Kultur nur sehr schwer klar kommen und die von ihren Männern misshandelt werden.

Sehr beeindruckend war für mich, als sie in einer Vision Jesus sieht und das nicht in Frage stellt. Von dem Tag an glaubt sie an Gott, wo sie jahrelang versuchte Allah treu zu sein und im Koran las. Doch erst mit dem christlichen Glauben füllt sich ihre innere Leere.

Dieses Buch hilft dem deutschen Leser, Einblick zu nehmen in eine ganz andere Kultur und auch hineinzublicken in die Familienstrukturen einer kurdischen Familie. Auch die Eindrücke und vielen Gesetze des Islam sind sehr anschaulich – was muss man einhalten? Was ist verboten? Sogar heute noch suchen meist die Mütter eine Frau für den Sohn. Kennenlernen dürfen sie sich nur selten vor der Hochzeit. Ehe ist der zusammenschluss zweier Familien, mit Liebe hat das wenig zu tun. Auch der Ehrenkodex spielt eine große Rolle. Wenn eine Frau zur Schande ihrer Familie wurde, dann ist es besser, ihr Blut tilgt die Schande, als wenn sie weiterleben würde.

Ein sehr eindrückliches Buch, was nachdenklich stimmt und den Leser anregt, sich mit dem Thema Migration zu beschäftigen. Dieses Buch ist gerade jetzt so wichtig, wo immer mehr Menschen aus ihren Ländern flüchten.
Gesamtmeinung:
Kundenmeinung von Simone / (Veröffentlicht am 02.02.2017)

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Beschreibung

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Soheila Fors wird im Iran noch zu Zeiten des Schahs geboren. Ihre legendäre kurdische Familie - die ehemalige Königsfamilie - ist politisch einflussreich, steht aber unter Verdacht. Wie in ihrer Kultur üblich, soll Soheila mit einem Cousin verheiratet werden. Doch sie wehrt sich und wählt ihren Ehemann selbst. Dass sie auch mit ihm ins Unglück rennt, merkt sie zu spät. Denn nach der Hochzeit stellt sich heraus, dass er gewalttätig ist. Dennoch hält sie ihm die Treue. An einem Tiefpunkt erscheint ihr Jesus in einer Vision. Er gibt ihr neue Kraft und Hoffnung. Das ist der Anfang einer neuen, wunderbaren Geschichte ...

Soheila Fors lebt heute mit ihrem schwedischen zweiten Mann und ihren beiden Kindern in Karlskoga/Schweden. Sie ist dort landesweit bekannt, seit sie Teehäuser und ein Zufluchtshaus für Frauen aus muslimisch geprägten Ländern gründete, die hier Schutz und Gemeinschaft finden.