Die Herberge von Ivy Hill

Die Herberge von Ivy Hill
Roman
Der Mittelpunkt von Ivy Hill ist sein Wirtshaus "The Bell". Als der Besitzer plötzlich stirbt, muss seine Witwe Jane die Geschäfte übernehmen, obwohl ihr das gar nicht liegt. Jane wendet sich an ihre Schwiegermutter, die sie nicht leiden kann. Doch die Not schweißt die beiden Frauen zusammen und zwischen ihnen entwickelt sich Vertrauen. Heilung wird möglich und Jane blüht in ihrer neuen Rolle auf. Wird das ausreichen, um "The Bell" zu erhalten?
Bestellnummer: 395786
EAN: 9783775157865
Produktart: Buch
Veröffentlichungsdatum: 06/2017
Format: 13,5 x 21,5 cm
Einbandart: Paperback
Seitenzahl: 448
Verlag: SCM Hänssler
Autor/Interpret: Julie Klassen
16,95 €*

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Kundenmeinungen 2 item(s)

Schön geschrieben
„...Das Dorfleben ist wie Efeu an einer alten Eiche. Wenn sie dem Efeu die Wurzeln abschneiden, vertrocknen die Blätter. Wir sind alle miteinander verbunden...“

Wir schreiben das Jahr 1820. In dem kleinen Ort Ivy Hill lebt Jane Fairmont Bell. Sie ist seit einem Jahr Witwe. Ihr Mann John hat ihr die Herberge hinterlassen, doch dort kümmert sich momentan ihr Schwager Patrick um die Geschäfte. Drei Tage später kommt Thora Stonehouse Bell, Janes Schwiegermutter, zurück nach Ivy Hill. Sie war nach dem Tode ihres Sohnes zu ihrer Schwester gezogen. Deren Lebensverhältnisse haben sich aber geändert. Zwischen Thora und Jane allerdings herrschten früher latente Spannungen.
Dann erscheint der Bankier Mr. Blomfield bei Jane. Er teilt ihr mit, dass ihr Mann ein Darlehen von 15000 Pfund aufgenommen hatte. Eine Verlängerung sei nur möglich, wenn Jane innerhalb von drei Monaten ein Geschäftsprojekt vorlegt, dass höhere Einnahmen der Herberge ermöglicht. Ansonsten empfiehlt er ihr, das Haus zu verkaufen.
Die Autorin hat einen abwechslungsreichen historischen Roman geschrieben. Die Geschichte lässt sich zügig lesen.
Die Protagonisten werden gut charakterisiert. Jane stammt aus einem begüterten Haus. Sie hat unter ihrem Stand geheiratet. Ihr Mann John wollte, dass sie zu Hause bleibt und nicht in der Herberge mitarbeitet. Nach seinem frühen Tod ist sie wie gelähmt. Die neue Situation allerdings fordert von ihr eine schnelle Entscheidung.
Thora dagegen kennt sich in den Abläufen der Herberge sehr gut aus. Sie ist den Umgang mit dem Personal gewöhnt. Auch sie ist Witwe, doch das Haus ging damals an ihren Sohn. Thora ist sehr selbstbewusst.
Der Schriftstil des Buches ist ausgereift. Sehr ausführlich wird das Leben auf einem englischen Dorf beschrieben. Mit obigen Zitat macht Gabriel Locke, der Pferdetrainer, Jane klar, wie sehr die Dorfbewohner davon abhängig sind, dass es der Herberge gut geht. Einerseits bietet sie Arbeitsplätze, andererseits sichert sie unter anderem dem Fleischer und dem Bäcker ein regelmäßiges Einkommen. Gleichzeitig sind auch die Beziehungen im Ort sehr diffizil. Alte Freundschaften, Eifersucht und veränderte Lebensverhältnisse wirken unmittelbar auf alle ein.
Als Jane aus ihre Lethargie aufwacht und um den Erhalt ihres Erbes kämpft, zeigt sich, auf wen sie sich verlassen kann. Trotzdem bleibt das Verhalten einiger Personen undurchsichtig. Dazu zählen ihr Schwager Patrick und Gabriel Locke. Auch die Verwendung des Darlehens bleibt lange im Dunkeln. Kurze Einblicke in die Vergangenheit informieren darüber, wie John gestorben ist. Gut wiedergegeben wird, wie Jane und Thora nach und nach Verständnis für den anderen zeigen. Nur zusammen haben sie eine Chance, den Forderungen der Bank nachzukommen. Christliche Fragen spielen nur margínal eine Rolle.
Positiv zu erwähnen ist außerdem die Karte von Ivy Hill, die sich am Anfang des Buches befindet.
Das Cover mit der Ortsansicht wirkt ansprechend.
Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es zeigt, was mit gemeinsamen Tun möglich ist.
Gesamtmeinung:
Kundenmeinung von mabuerele / (Veröffentlicht am 23.07.2017)
Ein schöner Regency Roman à la "Cranford" (Band 1 der Ivy Hill Trilogie)
Jane, 29 Jahre alt, erfährt ein Jahr nach dem Tod ihres Mannes, dass sie nicht nur die Herberge, sondern auch eine Menge Schulden vererbt bekam. Bislang hat sie sich aus den Geschäften rausgehalten und ihrem Mann, ihrer Vergangenheit in der gehobenen Gesellschaft nachgetrauert. Doch dann steht plötzlich Thora, ihre Schwiegermutter, vor der Herbergstür. Sie möchte nach dem Rechten sehen.

Jane tut sich schwer mit der Entscheidung, ob sie die Herberge weiterführen oder verkaufen soll. Hat diese trotz der Schulden eine Überlebenschance? Und wie geht es mit ihr weiter, verwitwet und ohne Kinder?

Thora dagegen möchte die Herberge ungern aufgeben. Sie verbindet damit viele Erinnerungen an ihren verstorbenen Ehemann. Warum hat ihr Sohn ausgerechnt der unfähigen Jane die Herberge vermacht?

Die beiden Frauen müssen sich wohl oder übel zusammenraufen. Allen Vorurteilen zum Trotz!

Mit diesem Buch beschreitet Julie Klassen neue Wege: Sie hat damit nicht nur den ersten Teil einer Trilogie geschrieben, sondern sie beschreibt auch mehr das gesellschaftliche Umfeld. Somit ebnet sie den folgenden Romanprotagonistinnen den Weg. In diesem Fall handelt es sich um die unverheiratete Rachel, eine »alte Jungfer« Mitte 20.

Die Handlungsebenen wechseln sich ab, manchmal fließen sie ineinander über. Hauptsächlich natürlich mit Jane und Thora. Aber auch Rachel tritt mit der Zeit mehr und mehr in den Fokus des Lesers.

Romantik und Liebe sind eher schmückendes Beiwerk. Eine Romanfigur darf ihr Glück finden, alle anderen werden wohl noch etwas warten müssen. Das ist mal sicher, doch Julie Klassen lässt sich diesmal schwer in die Karten gucken, welche Partner sie für die Damen auserwählt hat. Es stehen meist mehrere Kandidaten zur Auswahl.

Insgesamt hatte ich viel Freude, in das gesellschaftliche Leben des fiktiven Dörfchens Ivy Hill einzutauchen. Es gibt einige Geheimnisse aufzudecken, kleine Intrigen, und die Höhen und Tiefen, die Jane mit ihrer Herberge hat. Ich fand es spannend und interessant zugleich, wie Leben und Arbeiten in einer Herberge im Jahre 1820 ausgesehen haben. Am Ende bleibt noch manches offen, was in meinem Fall die Vorfreude auf den zweiten Teil schürt. Ich freue mich auf Rachel und hoffe, dass Jane und Thora nicht so sehr von der Bühne verschwinden, da sie mir sehr ans Herz gewachsen sind.

Gesamtmeinung:
Kundenmeinung von Susanne Degenhardt / Smilla507 / (Veröffentlicht am 21.06.2017)

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Beschreibung

Details

Der Mittelpunkt von Ivy Hill ist sein Wirtshaus „The Bell“. Als der Besitzer plötzlich stirbt, muss seine Witwe Jane die Geschäfte übernehmen, obwohl ihr das gar nicht liegt. Jane wendet sich an ihre Schwiegermutter, die sie nicht leiden kann. Doch die Not schweißt die beiden Frauen zusammen und zwischen ihnen entwickelt sich Vertrauen. Heilung wird möglich und Jane blüht in ihrer neuen Rolle auf. Wird das ausreichen, um „The Bell“ zu erhalten?

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