Der Schattendoktor

Der Schattendoktor
Roman
Als Jacks Großmutter stirbt, hinterlässt sie ihm einen letzten Brief. Darin berichtet sie von dem geheimnisvollen "Schattendoktor", der sie in ihren letzten Tagen vor einem schweren Fehler bewahrt hat. Neugierig nimmt Jack Kontakt zu dem Mann auf, der sich "Doc" nennt, und erlebt einen ganz besonderen Arzt. "Doc" kuriert keine Erkältungen, sondern nimmt sich der inneren Wunden der Menschen an. Der Schattendoktor macht Jack ein Angebot, das dessen Leben auf den Kopf stellt ...
Bestellnummer: 189930
EAN: 9783865069306
Produktart: Buch
Veröffentlichungsdatum: 03/2017
Format: 13,5 x 20,5 cm
Einbandart: gebunden
Seitenzahl: 272
Verlag: Brendow Verlag
Autor/Interpret: Adrian Plass
16,00 €*

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Kundenmeinungen 3 item(s)

Für meinen lieben Jack
„Für meinen lieben Jack…“ – so beginnt der letzte Brief der 90jährigen Alice Merton, den sie ihrem über alles geliebten Enkelsohn Jack hinterlassen hatte. Alice war das Licht in Jacks Leben, sie war freundlich, großzügig und scharfsinnig. Lediglich wenn es um das Thema „Glaube“ ging, gab es für Jack und Alice keine gemeinsame Gesprächsbasis – und so wurden diesbezügliche Unterhaltungen tunlichst vermieden. In ihrem Schreiben an Jack erwähnte Alice Dinge, die Jack nicht geahnt hatte und wies zudem auf eine prägende Begegnung mit einem älteren Mann namens „Doc“ hin, der ihr Leben veränderte. Jack kann der Versuchung nicht widerstehen und nimmt anhand der dem Brief beiliegenden Visitenkarte tatsächlich Kontakt mit dem mysteriösen Schattendoktor auf.

Bereits der Einstieg in dieses Buch gestaltete sich für mich etwas holprig. Die handelnden Personen dieses Buches sowie die Protagonisten Jack und Doc empfand ich als wenig authentisch, beide Charaktere blieben mir bis zur letzten Seite fremd. Die in Briefform und kursiver Schrift dargestellten Inhalte wirkten auf mich verschwommen, an manchen Stellen sogar ein wenig befremdlich. Zudem brachte ich dem mir bislang unbekannten Schreibstil dieses Autors wenig Sympathie entgegen. Bildhafte Beschreibungen wie beispielsweise „der Schattendoktor verzog seine Miene zu einer Art Faust“ oder die Aussage „wie eine Art wohlwollender Matador schien der Schattendoktor die Kunst zu beherrschen, jeden Angriff mit einem eleganten Wedeln seines verbalen Umhangs ins Leere laufen zu lassen“ entsprachen nicht meinem Lesegeschmack, ich persönlich empfand sie eher als eigenartig. Entgegen der anderslautenden Behauptung im Klappentext kann ich die Aussage, dass dieses Buch viel Humor enthält, nicht bestätigen. Der Glaube, das Gebet und die Existenz des Teufels werden in diesem Buch thematisiert, wobei ich einige Argumentationen des Schattendoktors gegen das Gebet ebenfalls nicht nachvollziehen kann.

„Ich bin gesegnet und belastet mit der Aufgabe, Menschen zu helfen, mit den Schatten fertigzuwerden, die ihnen das Leben vergällen. Wie das genau vor sich geht, kann ich im Moment einfach nicht analysieren und erklären. Aber ich kann Ihnen versichern, dass es geschieht – nicht immer, aber oft.“ Nach dieser Aussage des Schattendoktors hätte ich mir zumindest einen in die Tiefe gehenden und erhellenden Einblick in seine Arbeit erhofft, diese Hoffnung wurde jedoch für mich persönlich bis zur letzten Seite nicht erfüllt.

„Der Schattendoktor“ war mein erstes Buch von Adrian Plass und ich musste nach dieser Lektüre bedauernd feststellen, dass der Schreibstil dieses Autors meinen Lesegeschmack nicht trifft. „Jack hatte das dringende Bedürfnis, sich zu vergewissern, ob er verstanden hatte, was sich in der stillen Aue des Wirbelsturms der Worte des Schattendoktors verbarg.“ Ob Jack dies gelungen ist, darf der interessierte Leser dieses Buches selber feststellen. Mir ist es jedenfalls nicht gelungen. Schade.
Gesamtmeinung:
Kundenmeinung von LEXI / (Veröffentlicht am 06.08.2017)
Wenn jeder wichtig wäre
Jack hat seine Eltern früh verloren und nun auch noch seine Großmutter. In seiner Trauer erreicht ihn ein Brief, den die alte Dame einige Zeit vor ihrem Ableben geschrieben hat und der mehr Fragen bei Jack aufwirft, als er beantwortet. Darin erzählt seine Großmutter Alice, wie sie in einer schwierigen Phase einen Mann kennengelernt hat, der sich "Doc" nennt und wie dieser ihr geholfen hat. Jack ist fasziniert davon, wie dieser Mann auf seine Großmutter eingehen konnte, und würde gerne mehr über ihn und manche Andeutungen seiner Großmutter erfahren.
Schließlich sucht Jack selbst den Kontakt zu diesem Mann und dieser lädt ihn zu sich ein. In einem Häuschen in einer abgeschiedenen Gegend - kein Bauwagen wie auf dem Cover - lernen die beiden sich näher kennen. Jack ist fasziniert davon, wie der Doc mit Menschen umgeht. Er sucht nach einem Konzept, doch es gibt keins. Für den Schattendoktor ist jeder Mensch ganz einfach der Wichtigste auf der Welt. Was würde wohl passieren, wenn wir jeden anderen so behandeln würden, als würden wir dies selbst glauben?
Während Jack unter seinem gesetzlichen Glauben leidet, scheint der Schattendoktor, keinerlei Glaubensgrundsätzen zu folgen. Er macht immer wieder Bemerkungen, die an den Festen des Christentums zu rütteln scheinen - oder rütteln sie nur an der Tradition?
Am Ende bleiben einige Fragen offen, nicht nur für den Leser, auch für Jack. Aber so ist es eben im Leben.
Viele Bücher von Adrian Plass muss man mehrmals lesen, bevor man alle kleinen Anspielungen versteht. Bei diesem ist es vermutlich nicht anders. Nach dem ersten Lesen ist mir wichtig geworden, dass die Nächstenliebe im Zentrum des christlichen Glaubens steht und nicht irgendwelche Dogmen und Regeln. Der zweite Aspekt, die Beziehung zu Gott, scheint dagegen in diesem Buch weitestgehend zu fehlen oder ist nur ansatzweise zu erahnen. Ein Roman kann sich natürlich nie mit allen Aspekten befassen und doch fehlt mir hier etwas, weshalb ich auch nur 4 Sterne vergebe.
Das Buch ist sicher nicht für "geistliche Babys" gedacht, sondern für Menschen, die schon länger mit Jesus unterwegs sind und die Macken ihrer Mitgeschwister und die eigenen gut kennen und bereit sind, sich selbst kritisch zu hinterfragen.
Gesamtmeinung:
Kundenmeinung von ckleseratte / (Veröffentlicht am 15.05.2017)
Wer ist der Schattendoktor?
Jack liebt seine Großmutter über alles, er ist eng mit ihr verbunden. Als sie stirbt, fällt es ihm schwer, sie loszulassen. Sie hinterlässt ihm einen Brief in dem sie ihm schreibt, dass sie kurz vor ihrem Lebensende den „Schattendoktor“ kennengelernt hat, der sie vor einem großen Fehler bewahrt hat. Neugierig macht Jack sich auf die Suche, um den Schattendoktor auch kennenzulernen und das Geheimnis der Großmutter herauszufinden. Dieser macht ihm ein Angebot, dass sein ganzes Leben auf den Kopf stellt.

Ich liebe die Bücher von Adrian Plass. Er hat einfach eine besondere Art, den Leser zu berühren. Ob es seine lustigen frommen Tagebücher sind oder seine nachdenklich stimmenden Andachten, es bleibt immer etwas hängen, was einem lange nachgeht. Doch mit diesem Buch hat es mir der Autor doch ganz schön schwer gemacht. Denn je weiter ich las, desto weniger habe ich den Sinn und das Ansinnen dieser Geschichte verstanden. Es war sehr interessant zu lesen, wie Alice den Doc kennenlernt und wie ihre Erlebnisse mit ihm erzählt werden. Auch die Begegnung, die Jack mit dem Doc hat und wie dieser anderen Menschen hilft mit ganz einfachen Mitteln, waren sehr lesenswert. Dennoch dachte ich, je weiter ich las, dass man das Buch wohl erst versteht, wenn man es beendet hat. Ein bisschen ist es auch so, dennoch konnte es mich nicht ganz überzeugen. Im Grunde zeigt der Doc Jack, dass Christsein nicht aus ewigen Pflichten besteht, wie Gebet, Stille Zeit und Menschen zu Gott führen. Christsein scheint für Jack eine einzige Pflicht und Routine zu sein. Der Doc versucht ihm zu zeigen, dass es auch anders geht und eigentlich auch so nicht gedacht war. Dass man mit dem Herzen glauben soll und nicht mit seinem Verstand.

Der Schattendoktor ist ein Buch, bei dem man zwischen den Zeilen lesen muss. Es hat mich lange beschäftigt, auch wenn ich immer noch nicht alles verstanden habe. Und ja, es hat mich dezent auch an das Buch „Die Hütte“ erinnert, wenn es auch nur eine Person gibt und man nicht genau weiß ob der Schattendoktor jetzt Jesus sein soll oder nicht.

Natürlich kommt der typische „Plass-Humor“ nicht zu kurz, ein Lob auch an den Übersetzer Christian Rendel, der hier wieder super Arbeit geleistet hat.

Ich empfehle dieses Buch mit anderen zusammen zu lesen und sich darüber auszutauschen, vielleicht kommen dann viele wertvolle Gedanken zusammen. Mich hat das Buch leider doch ein bisschen ratlos zurückgelassen. Ich denke, man muss es mehrmals lesen und durchdenken um es richtig zu verstehen. Dennoch gibt es viel zu entdecken und vielleicht verstehen andere Leser das Buch ja ganz anders als ich. Deshalb sollte man sich das Buch nicht entgehen lassen.
Gesamtmeinung:
Kundenmeinung von Simone / (Veröffentlicht am 17.04.2017)

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Beschreibung

Details

Als Jacks Großmutter stirbt, hinterlässt sie ihm einen letzten Brief. Darin berichtet sie ihm von dem geheimnisvollen "Schattendoktor", der sie in ihren letzten Tagen vor einem schweren Fehler bewahrt hat. Neugierig nimmt Jack Kontakt zu dem Mann auf, der sich nur "Doc" nennt, und erlebt einen ganz besonderen Arzt: Doc kuriert keine Erkältungen, sondern nimmt sich der inneren Wunden der Menschen an. Seine Arbeitsweise ist absolut unorthodox und geheimnisvoll, weiß man doch nie, was er als Nächstes tut oder wer ihm über den Weg läuft. Jack ist fasziniert, und bald macht der Schattendoktor ihm ein Angebot, das sein ganzes Leben auf den Kopf stellt …

Der neue Roman von Adrian Plass über einen Arzt, der sich der inneren Verletzungen der Menschen annimmt. Eine unterhaltsam-einfühlende Geschichte mit viel Humor und unvorhersehbaren Wendungen – einfach typisch Plass!

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