Jolas Briefe

Jolas Briefe
Roman
Tandi Reese wagt mit ihren Kindern einen Neuanfang - auf einer wunderschönen Insel im Atlantik. Die junge Mutter, die eine schwierige Vergangenheit hat, möchte endlich wieder auf die Beine kommen. Doch es ist gar nicht so einfach, alte Gewohnheiten abzulegen. Da macht ihr der Himmel überraschend ein Geschenk. Während sie das uralte Haus ihrer verstorbenen Nachbarin Jola entrümpelt, stößt Tandi auf geheimnisvolle Kästchen voller Briefe, die sie in ihren Bann ziehen ...
Bestellnummer: 331629
EAN: 9783868276299
Produktart: Buch
Veröffentlichungsdatum: 02/2017
Format: 13,5 x 20,5 cm
Einbandart: Paperback
Seitenzahl: 336
Autor/Interpret: Lisa Wingate
14,95 €*

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Kundenmeinungen 2 item(s)

Ein stilles Buch über die Macht des Gebets
Tandi Jo Reese flüchtet mit ihren beiden Kindern auf eine Insel im Atlantik. Die drei haben eine schwere Zeit hinter sich und Tandi hofft in Fairhope auf einen Neuanfang. Doch kurz nachdem sie angekommen sind, verstirbt Tandis Vermieterin Jola Anne Poole – Tandi muss um ihr neues Zuhause bangen. Im Auftrag der Kirche soll sie nun Jolas Haus entrümpeln. Dabei entdeckt sie geheimnisvolle Kästchen mit Briefen, die sie gleich in ihren Bann ziehen. Tandi lernt eine andere Welt, Jolas Welt, kennen und merkt, dass diese Briefe auch mit ihrem eigenen Leben verbunden zu sein scheinen… Einmal mehr zeigt sich die Macht des Gebets.

Erster Eindruck: Auf dem Cover ist eine Frau abgebildet, die gemütlich auf dem Boden sitzt und in die Lektüre von Briefen vertieft ist. Die Schrift des Titels und die Handschrift im Hintergrund sind sehr gut gewählt. Ein schönes, helles Cover mit einem schmucken kleinen Kästchen. Mir gefällt jedoch der englische Titel „Prayer Box“ besser als „Jolas Briefe“. Anmerken möchte ich hier, dass die Schrift im Innern des Buches eher klein ist und der Zeilenabstand etwas knapp.

Dies ist mein zweites Buch von Lisa Wingate, nach „Die Hüterin der Geschichten“. Jenes Buch hat mich absolut begeistert und deshalb war ich sehr gespannt auf das vorliegende Buch. Der Schreibstil hat mir wiederum sehr gefallen, es ist ein eher stilles Buch über die Vergangenheit, die Zukunft und die Macht des Gebets – es ist mir sehr zu Herzen gegangen und hat mich nachdenklich gemacht. Aber worum geht es nun eigentlich? Dies ist wieder einmal eine der Rezensionen, die mir schwerfallen, weil ich eigentlich gerne so viel erzählen möchte, weshalb mir welche Passagen gut gefallen haben. Aber zu viel verraten darf (und möchte) ich ja nicht…

Zu Beginn wusste ich nicht recht, wie ich Tandi einschätzen sollte. Ihre beiden Kinder, Zoey (14) und J.T. (9), habe ich sofort ins Herz geschlossen. Die Autorin schaffte es schon auf den ersten paar Seiten, mich mit der Geschichte zu faszinieren und ich stellte mir viele Fragen zu Tandis Vergangenheit und der aktuellen Situation in Fairhope. Es war spannend, zusammen mit Tandi anhand der Briefe in Jolas Leben einzutauchen. Tandi sehnt sich nach einem gesunden Neuanfang für sich und ihre beiden Kinder und fragt sich, wie man die eigene Vergangenheit hinter sich lassen kann. Vergessen kann und soll man sie nicht, aber sie loslassen, so dass man weitergehen kann. Gar nicht einfach. Tandi spürt plötzlich, dass sie von Gnade umgeben ist, sie es aber einfach nur nicht gesehen hat. „Überall, wo ein Berg ist, fliesst immer auch ein Fluss in der Nähe. Und der Fluss ist letztlich der Stärkere von beiden.“ Das gefällt mir. Ein Neuanfang ist häufig „zwei Schritte vor – einer zurück“ – es heisst somit, Geduld zu haben…

Durch diese ganzen Briefe hatte ich das Gefühl, Jola zu kennen… und diese Erkenntnis hat mich sehr gerührt, ohne dass ich genau sagen kann, wieso.

Ich fand es sehr interessant, in der Rubrik „Anmerkungen der Autorin“ mehr über die Gebetskästen zu erfahren (ich kannte die vorher nicht), vor allem, dass man ein Gebet schreibt, es dort hineinlegt und dann loslässt. „Darum geht es beim Vertrauen. Die Sorgen loslassen. Auf diesem Weg finden Sie Frieden. Das ist Gottes Weg.“ Ich glaube, mehr gibt es hierzu nicht zu sagen – 5 Sterne und meinen herzlichen Dank.
Gesamtmeinung:
Kundenmeinung von peedee / (Veröffentlicht am 22.03.2017)
Atmosphärischer Inselroman mit Tiefgang
Tandie Rees lebt erst seit kurzem mit ihren beiden Kindern auf der Insel Hatteras, als sie ihre Vermieterin Jola tot auffindet. Da sie direkt neben dem großen Haus in einem Bungalow wohnt, bekommt Tandie von der Kirchengemeinde den Auftrag, verdorbene Lebensmittel usw. zu entsorgen. Dankbar für den Job stürzt sie sich in die Arbeit und stößt dabei auf den skurillen Kater der Verstorbenen und eine Menge Briefe - Gebetsbriefe. Tandie liest diese Briefe heimlich und lernt eine ganz andere Jola kennen als die Inselbewohner, die voller Vorurteile und Grimm gegenüber der betagten Frau waren.

Mit der Zeit spürt Tandie, wie Jolas Briefe ihr Leben beeinflussen. Nach und nach lernt sie, ihre bewegte Vergangenheit hinter sich zu lassen. Sie lernt Gott kennen und was bedingungslose Liebe ist. »Vielleicht lag die Gnade in einem Schuhkarton voller Briefe.« (S. 157)

Ich muss gestehen, dass mir Tandie anfangs nicht so sympathisch war. Aufgrund ihrer Vergangenheit steckt sie in Verhaltensmustern fest, die mir fast das Herz zerrissen. Zum Glück begegnet sie auf Hatteras Menschen, die es gut mit ihr meinen und so helfen ihr nicht nur Jolas Briefe, sich zu öffnen und neue Schritte zu wagen. Dies ist ein Prozess, der seine Zeit braucht.

Die Geschichte ist geheimnisvoll, anfangs auch mal ein klein wenig gruselig, und sehr atmosphärisch geschrieben. Man taucht in das Inselleben ein, schmeckt die salzige Meeresluft und möchte am Liebsten auch dorthin verreisen. Doch die Bewohner dieses beliebten Urlaubsziels stehen noch unter dem Schock einer Flutkatastrophe, die sich 2 Jahre zuvor ereignet hat. (Mein Tipp: Hatteras Island googeln, da bekommt man schöne Eindrücke der Insel und auch von den Flutkatastrophen, von denen sie immer wieder heimgesucht wird.)

Das Buch geht in die Tiefe, weswegen es sich nicht immer leicht liest. Man sollte sich dafür Zeit nehmen, damit man es möglichst ohne viele Unterbrechungen lesen kann, da der Lesefluss sonst nur schwer in Gang kommt. Es wird eher eine psychologische Spannung aufgebaut und man muss sich etwas einlesen in die Handlung. Ich hatte mir etwas mehr Spannung erhofft, konnte das Buch aber dennoch genießen. Die Idee mit den Gebetskisten fand ich toll und inspirierend, das will ich unbedingt nachmachen!
Gesamtmeinung:
Kundenmeinung von Susanne Degenhardt / Smilla507 / (Veröffentlicht am 21.02.2017)

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Beschreibung

Details

Tandi Reese wagt mit ihren Kindern einen Neuanfang – auf einer wunderschönen Insel im Atlantik. Die junge Mutter, die eine schwierige Vergangenheit hat, möchte endlich wieder auf die Beine kommen. Doch es ist gar nicht so einfach, alte Gewohnheiten abzulegen. Da macht ihr der Himmel überraschend ein Geschenk.

Während sie das uralte Haus ihrer verstorbenen Nachbarin Jola entrümpelt, stößt Tandi auf geheimnisvolle Kästchen voller Briefe, die sie in ihren Bann ziehen. Sie nehmen sie mit in eine längst vergessene Welt, die auf seltsame Weise mit ihrer eigenen verbunden zu sein scheint, und werden zum Auslöser umwälzender Veränderungen ...

Eine bezaubernde Erzählung von der Macht des Gebets.

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