Die Grenzen der Wahrheit

Die Grenzen der Wahrheit
Roman
Washington 1897: Anna ist Bibliothekarin in der berühmten Library of Congress. Sie stolpert über eine Karte, die auf Fehler in einem alten Bericht hinweist. Vor Jahren soll ein Schiff angeblich während eines Wirbelsturms gesunken sein, doch das neue Material stellt das eindeutig in Frage. Anna beantragt die Korrektur des Berichts, und plötzlich werden ihr an allen Ecken und Enden Steine in den Weg gelegt. Verzweifelt wendet Anna sich an den Kongressabgeordneten Luke Callahan.
Bestellnummer: 331663
EAN: 9783868276633
Produktart: Buch
Veröffentlichungsdatum: 06/2017
Format: 13,5 x 20,5 cm
Einbandart: Paperback
Seitenzahl: 309
Autor/Interpret: Elizabeth Camden
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Papier mit Schrift darauf kann die ganze Welt verändern
„Mein ganzes Leben lang ziehe ich schon den Kopf ein, ducke mich und weiche aus, aber in dieser Sache werde ich das nicht tun. Ich glaube, mein Vater wollte mir in diesem Brief etwas sagen, und ich muss wissen, was es war.“

Die siebenundzwanzigjährige Anna O’Brien arbeitet als Bibliothekarin in der berühmten Library of Congress. Als Tochter eines Kartografen liegt ihr die Arbeit mit Karten im Blut, sie liebt ihre Tätigkeit im Kartenraum, wo sie von Bücher, Karten und Atlanten umgeben ist. Als die aufmerksame junge Frau in einem Bericht eine Unstimmigkeit entdeckt und die Navy auf ihren vermeintlichen „Fehler“ hinweist, reagiert diese anfangs mit Einschüchterungsversuchen und schließlich mit direkter Bedrohung. Anna O’Brien sticht in ein Wespennest, als sie ihr Vorhaben dennoch unbeirrbar weiter verfolgt und versucht, Licht ins Dunkel über das Verschwinden eines Schiffes namens USS Culpeper vor fünfzehn Jahren zu bringen. Bei diesem Unglück verschwanden über fünfzig Männer mitten auf See, unter ihnen ihr Vater. Einer seiner letzten Briefe an sie beinhaltet mysteriöse Andeutungen, die ebenfalls Fragen aufwerfen. Abgesehen von diesem traumatischen Ereignis wurde Anna auch durch ihre schwere Kindheit in der Obhut kinderloser Verwandten geprägt. Sie gewinnt schließlich den charismatischen Kongressabgeordneten Luke Callahan als ihren Verbündeten, doch bald muss auch dieser erkennen, dass weitere Nachforschungen unweigerlich folgenschwere Konsequenzen nach sich ziehen…

Elizabeth Camden erzählt in ihrem Roman die Geschichte ihrer beiden Protagonisten und rollt dabei behutsam deren Vergangenheit auf. Die Begegnung zwischen Luke und Anna und das gegenseitige Interesse liefern eine romantische Liebesgeschichte mit einigen Verwicklungen. Durch die verbotenen Nachforschungen und die Gefahr, in die Anna sich damit begibt, wird in der Handlung ein gewisser Spannungsbogen aufgebaut. Den historischen Hintergrund bildet der Spanisch-Amerikanische Krieg 1898, wobei die Autorin im Anhang des Buches darauf hinweist, welche Ereignisse historisch begründet, und welche ihrer Fantasie entsprungen sind. Nebenbei geht sie durch die Arbeit eines Nebendarstellers im Patentamt auf die technischen Errungenschaften dieser Zeit ein. Die Liebe zum gedruckten Wort und die Leidenschaft für die Kartografie ist das gesamte Buch über spürbar. Die starke Wertigkeit des christlichen Glaubens mit dem Fokus auf das Thema „Vergebung“ stellt einen weiteren Faktor dar, der dieses Buch für mich ungemein bereicherte.

Die beiden Protagonisten wurden sehr authentisch gezeichnet, ihre Ambitionen, Ängste und Hoffnungen ausgezeichnet dargestellt. Anna O‘Briens ruhige, besonnene Art bildet einen starken Kontrast zum aufbrausenden Temperament des Luke Callahan. Sowohl Anna als auch Luke haben mit traumatischen Erfahrungen in ihrer Kindheit zu kämpfen, sie durchleben im Verlauf des Buches eine umfassende Entwicklung ihrer Persönlichkeit. Elizabeth Camden stellt ihren Hauptdarstellern interessante Nebenfiguren zur Seite, wobei ich Annas Kamerad aus Kindheitstagen, Neville Bernhard, ganz besonders ins Herz schloss. Der schlaksige junge Mann steht Anna so nahe wie ein Bruder und ist zugleich der beste Freund, den man sich vorstellen kann.

Fazit: „Die Grenzen der Wahrheit“ ist ein Roman, der mit viel Herz, einer Prise Humor, einem gewissen Spannungselement und christlichen Werten aufwartet – eine Lektüre, die mir sehr gut gefallen hat und die ich sehr gerne weiter empfehle.
Gesamtmeinung:
Kundenmeinung von LEXI / (Veröffentlicht am 09.11.2017)
Sehr schöner historischer Roman
Dieser Roman ist mein zweites Buch von Elizabeth Camden. Ebenso wie „Ein Schritt ins Ungewisse“ spielt auch diese Geschichte Ende des 19. Jahrhunderts in Washington D.C. Die Bibliothekarin Anna, deren ganzer Lebensinhalt die Library of Congress ist und ein eher zurückgezogenes Leben führt, stößt bei ihrer Arbeit auf eine Karte des Wetterdienstes und entdeckt dadurch Fehler in einem alten Bericht über ein Schiffsunglück, bei dem auch ihr eigener Vater ums Leben kam. Diesen Fehler meldet sie der Navy, die aber darüber alles andere als dankbar ist. Dadurch kommen Dinge ins Rollen, mit denen sie nicht gerechnet hat und für sie sogar gefährlich werden. Anna kommt in Kontakt mit dem jungen Kongressabgeordneten Luke Callahan, der ihr bei den Nachforschungen hilft.
Die historischen Hintergründe des Romans hat Elizabeth Camden gut recherchiert und man wird durch ihre Beschreibungen sehr gut in die Atmosphäre dieser Zeit hineingenommen.
Auch die die Hauptpersonen des Romans Anna und Luke sind so dargestellt, dass man sich gut in sie hineinversetzen kann, mit ihnen fühlt und mit ihnen leidet, ganz besonders, wenn man von den Verletzungen ihrer Kindheit und Jugend erfährt. Dabei geht es immer wieder um Vergebung.
An Spannung fehlt es in großen Teilen des Buches nicht, man will erfahren, was nun wirklich mit dem Schiff, der Culpeper passiert ist.
Der Schreibstil des Buches ist flüssig und einfach zu lesen.
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen und es war für mich ein Lesevergnügen. Da ich Bibliotheken sehr liebe und mich gerne darin aufhalte habe ich ganz besonders die Beschreibungen der Library of Congress genossen. Ich konnte beim Lesen ganz in die Welt dieser Bibliothek der damaligen Zeit eintauchen.
In der Mitte des Buches war für meinen Geschmack allerdings ein bisschen zu wenig Spannung und das Hin und Her in der Beziehung zwischen Anna und Luke zog sich mir zu lange hin. Das bedeutet einen kleinen Abzug in der Gesamtbewertung. Trotzdem kann ich das Buch sehr gut weiterempfehlen, ganz besonders für die, die gerne Romane mit geschichtlichem Hintergrund lesen.


Gesamtmeinung:
Kundenmeinung von Ingrid / (Veröffentlicht am 27.08.2017)
Über die Magie von Worten auf Papier
»Die Bücher zu pflegen und anderen dabei zu helfen, die Geheimnisse in ihnen zu entschlüsseln, das war Annas Berufung.« (S. 6)

Anna ist Angestellte einer der angesehensten Bibliotheken des Landes. Sie geht in ihrem Beruf als Bibliothekarin voll auf; die Library of Congress ist für sie Ruhepol und Zufluchtsort zugleich. Ihre Aufgabe ist, vor allem für Kongressabgeordnete Zahlen und Daten aus verschiedenen Karten zu sammeln. Als sie über einen Fehler in einer Karte stolpert, bittet sie das Marineinstitut darum, diesen zu beheben - und stößt auf eiskalte Mauern.

Eines Tages begegnet Anna während ihrer Arbeit dem smarten und äußerst selbstbewussten Kongressabgeordneten Luke Callahan, der sie einerseits beeindruckt und dennoch mit seiner forschen und impulsiven Art immer wieder verärgert. Ob Luke ihr bei ihrer Mission, den Fehler in der Karte zu beheben, helfen kann?

Annas Arbeit, ihr Arbeitsplatz und ihre Liebe zu Büchern haben mich sofort eingenommen. Wie gut konnte ich sie verstehen! Und wie interessant war es zu lesen, wie sich Recherche um die Jahrhundertwende gestaltete - als es noch kein Google gab und man nicht innerhalb weniger Tastenkombinationen die gewünschte Information hatte. Anna ist dem neuen, technischen Fortschritt gegenüber jedoch erstaunlich aufgeschlossen. Luke dagegen überhaupt nicht, was u.a. Grund für den einen oder anderen Disput ist.

Redegewandt, das ist Luke. Als Politiker muss er das sein und vor allem auch einiges einstecken können. Auch die politische Seite aus seiner Perspektive war spannend zu lesen.

Mir hat Elizabeth Camdens zweiter Roman wieder äußerst gut gefallen und war ein komplett anderes Leseerlebnis, als »Ein Schritt ins Ungewisse«. Die Autorin schafft es, komplexe Inhalte mit Leichtigkeit in ihre Romane zu integrieren, so dass nicht nur Romantik und Spannung dabei sind. Man erfährt sehr viel über die Lebensweise und die zeitlichen Hintergründe. Außerdem wird der Glaube an Gott und die christliche Botschaft mit viel Feingefühl durch Anna und Luke vermittelt. Es ist ein durch und durch christlicher Roman mit viel Lebensweisheit.

Ich hoffe und wünsche mir von Herzen, dass viele Leser diese begabte Autorin entdecken und noch viele weitere Romane von ihr erscheinen werden.
Gesamtmeinung:
Kundenmeinung von Susanne Degenhardt / Smilla507 / (Veröffentlicht am 01.08.2017)

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Beschreibung

Details

Washington 1897: Anna O'Brien ist Bibliothekarin in der berühmten Library of Congress und führt ein eher vorhersehbares Leben. Doch dann stolpert sie über eine Karte, die auf Fehler in einem alten Bericht hinweist. Vor Jahren soll ein Schiff angeblich während eines Wirbelsturms gesunken sein, doch das neue Material stellt das eindeutig in Frage. Anna beantragt die Korrektur des Berichts – und plötzlich werden ihr an allen Ecken und Enden Steine in den Weg gelegt. Sogar mit Entlassung droht man ihr.

In ihrer Verzweiflung wendet Anna sich an den Kongressabgeordneten Luke Callahan und bittet ihn um Hilfe. Denn sie kann den alten Fall nicht einfach ruhen lassen: Ihr Vater kam bei diesem Schiffsunglück ums Leben. Doch ist die Wahrheit es wert, alle ihre Träume für die Zukunft aufs Spiel zu setzen ... und die von Luke gleich mit?

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