Der Ruf des Meeres

Der Ruf des Meeres
Roman
Die erfolgreiche Restaurantbesitzerin Whitney steht völlig unerwartet vor dem Ruin. Da kommt es ihr gerade recht, dass sie von ihrer Mutter ein altes Hotel am Atlantik gererbt hat. Doch ihre Sondierungsreise nach Roanoke Island stellt Whitney vor ungeahnte Schwierigkeiten: Sie muss sich nicht nur mit ihrem Stiefvater auseinandersetzen, sondern auch noch mit Mark, der in dem historischen Gebäude einen Surfshop betreibt. Außerdem gibt es die einige rätselhafte Entdeckungen.
Bestellnummer: 331667
EAN: 9783868276671
Produktart: Buch
Veröffentlichungsdatum: 08/2017
Format: 13,5 x 20,5 cm
Einbandart: Paperback
Seitenzahl: 378
Autor/Interpret: Lisa Wingate
14,95 €*

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Gemächlicher Start, gegen Ende immer interessanter
Carolina Chronicles, Band 3: Whitney Monroe ist eine erfolgreiche Restaurantbesitzerin, die eben ihr zweites Restaurant eröffnet hat. Doch schon von Beginn an gibt es Probleme mit der Bewilligung, und vor allem mit dem Konkurrenten Tagg Harper, der ihr alle nur möglichen Steine in den Weg legt. Da kriegt Whitney einen Anruf, dass es ihrem Stiefvater nicht gut gehe und sie kommen solle. Jetzt muss sie sich nicht nur mit den Restaurantproblemen auseinandersetzen, sondern auch noch mit ihrem Stiefvater und dem langsam verfallenden geerbten Hotel ihrer Mutter. Es wird für Whitney eine ganz besondere Reise in die Vergangenheit ihrer Familie…

Erster Eindruck: Auf dem Cover ist ein schönes Bild einer auf einem Felsen sitzenden Frau mit den Füssen im Wasser. Das Cover ist schon durch das kräftige Blau des Meeres und das Gelb des Kleides auffällig. Die Übersetzung des englischen Titels „The Sea Keeper’s Daughters“ wäre für mich jedoch passender gewesen, als „Der Ruf des Meeres“.

Whitney hat mir gut gefallen, ebenso ihre Cousine und Geschäftspartnerin Denise. Leider läuft es ja gar nicht gut mit dem zweiten Restaurant. Es fehlt das Geld, um die Verzögerung kompensieren und um die fortlaufend neuen Auflagen erfüllen zu können. Whitney fühlt sich klein, wertlos und alleine verantwortlich für diese Situation.

„Die wichtigste Fertigkeit im Leben ist es zu lernen, das anzunehmen, was man selbst nicht für sich geplant hat.“

Als Whitney auf ihren Stiefvater Clyde Franczyk trifft, war das keine schöne Situation. Das letzte Mal haben sie sich bei der Beerdigung ihrer Mutter vor fünf Jahren gesehen. Warum reagiert Clyde so gereizt auf Whitney? Sie trifft auch auf Mark Strahan, der einen Surf-Shop führt. Er reagiert misstrauisch auf Whitneys Anwesenheit. Wieso?
Da Whitney nun schon mal in ihrem Hotel steht, kann sie mal ein paar Dinge durchsehen. Vielleicht lässt sich ja etwas verkaufen? Das könnte ihr helfen. Sie findet Dinge in den Geheimfächern eines Schreibtisches, u.a. einen Brief an ihre Grossmutter Ziltha Benoit – sie hat einst das Hotel „Excelsior“ geführt. Sie war eine strenge Frau, sicher auch streng mit sich selbst. Whitney findet noch weitere Briefe und erfährt Rätselhaftes.

„Wenn man leben will, wenn man wirklich leben will, darf man sich nicht daran klammern, immer alles unter Kontrolle zu haben, sondern muss die Kontrolle aus der Hand geben.“ Die Abgabe der Kontrolle fällt mir auch immer schwer.

Dies war mein drittes Buch von Lisa Wingate, nach „Die Hüterin der Geschichten“ und „Jolas Briefe“. Diese beiden Bücher haben mich absolut begeistert. Erst im Hinblick auf das vorliegende Buch habe ich festgestellt, dass diese drei Bücher zu einer Reihe gehören, nämlich „Carolina Chronicles“. Von Band 1 zu Band 2 habe ich jedoch keinerlei Gemeinsamkeiten entdeckt. Beim diesem Band hier gibt es jedoch einzelne, beinahe versteckte Verbindungen zu den Bänden 1 und 2. Man muss die vorherigen Bände nicht kennen, um dieses Buch zu verstehen. In einem der Briefe, die Whitney findet, wird von dem jungen Mädchen Able erzählt; sie ist ein Melungeon und schwanger. Dies schlägt eine Brücke zu Band 1, wo auch Melungeons vorkamen. Am meisten gefreut hat mich das Wiedersehen mit Tandi aus Band 2, Tandi Jo Reese, die nun Chastain heisst. Somit hat sie ganz offenbar Paul Chastain geheiratet.

Die Geschichte um Vertrauen, den Glauben, Melungeons, Familie, die Liebe hat ziemlich gemächlich gestartet und wurde gegen Ende immer interessanter. Die Spannung war meines Erachtens nicht optimal verteilt. Aus diesem Grund gibt es von mir 4 Sterne.
Gesamtmeinung:
Kundenmeinung von peedee / (Veröffentlicht am 04.10.2017)
Ein Roman zum Entschleunigen
»Manchmal muss man einen großen Sprung machen, um auf einem Wellenkamm zu landen. Aber wenn du oben bist, erwartet dich eine herrliche Gleitfahrt.« (S. 370)

Whitney steht vor dem Scherbenhaufen ihres Restaurants. Ein Mitbewerber versucht, sie aus dem Rennen zu drängen. In diese ohnehin turbulente Situation hinein erhält sie die Nachricht, dass ihr verhasster Stiefvater einen Unfall hatte und im Krankenhaus liegt. Da sich sonst keiner um den Witwer zu kümmern scheint, verlässt die 38jährige widerwillig Michigan und fährt nach Roanoke Island. Dort kann sie dann auch gleich mal nach dem Hotel schauen, das ihre Mutter ihr hinterlassen hat - nebst allem möglichen Gerümpel. Vielleicht finden sich ein paar wertvolle Gegenstände, die Whitney zu Geld machen und damit das Restaurant retten könnte?

Bei der Sichtung der Hinterlassenschaft stößt Whitney auf alte Briefe. Diese stammen von einer Alice und richten sich an Whitneys Großmutter. Wer war Alice und warum hat ihre Großmutter nie von ihr erzählt? Immer tiefer gerät sie durch die Briefe in den Sog der Vergangenheit, fasziniert von dem Geheimnis, das ihre verstorbene Familie zu umgeben scheint. Doch auch die Gegenwart lässt ihr keine Ruhe. Ihr Stiefvater raubt ihr den letzten Nerv, das Hotel ist marode und der gutaussehende Makler Casey möchte sie zum Verkauf überreden. Dann ist da noch Mark, dem der Surfladen nebenan gehört und andere Pläne mit dem Hotel hätte... Und die Zustände in ihrem Restaurant in Michigan werden auch nicht besser.

Whitney muss Entscheidungen treffen, was ihr sehr schwer fällt. Konfrontiert mit der Vergangenheit merkt sie, dass sie loslassen und heilen muss. Und dabei helfen ihr die Briefe von Alice. Die erzählt von einem Projekt in den Dreißiger Jahren, das sie in die Blue Ridge Mountains verschlägt. Dort trifft sie auf Menschen, die von den anderen Bergbewohnern ausgegrenzt werden: Die Melungeons. Und auf Gott.

Und hier schließt sich ein Kreis, was den Lesern auffallen dürfte, die »Die Hüterin der Geschichten« und auch »Jolas Briefe« gelesen haben. Hatte ich zwischen den beiden vorigen Bänden keinen Zusammenhang erkennen können, so ist er nun, im dritten Band, sehr stark zu erkennen. Man begegnet namentlich ein paar Personen aus der »Hüterin« und Tandie aus »Jolas Briefe« wieder. Wie das alles zusammenhängt, verrate ich natürlich nicht. Man kann dieses Buch aber auch ohne Vorkenntnisse der anderen Bände sehr gut lesen.

Lisa Wingate hat eine sehr dichte Schreibweise, weswegen man das Buch nicht einfach mal eben so wegliest. Anfangs musste ich mich wieder einlesen, bis ich in die Handlung richtig eintauchen konnte, was u.a. daran lag, dass es quasi zwei Handlungsstränge gibt. Die Spannung steigert sich zunächst nur unmerklich, aber irgendwann erwischt man sich dabei, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen mag, weil es einen Sog entwickelt, dem man sich nicht mehr entziehen kann. Lisa Wingate ist eben eine begnadete Geschichtenerzählerin!

Da ich mich anfangs recht lange einlesen musste, gibt’s 4 Sterne. Trotz allem aber wieder ein äußerst lesenswerter Roman, für den man allerdings in der richtigen Stimmung sein muss. Ich brauchte dafür immer Ruhe, um mich genügend auf die Handlung konzentrieren zu können.
Gesamtmeinung:
Kundenmeinung von Susanne Degenhardt / Smilla507 / (Veröffentlicht am 27.09.2017)

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Die erfolgreiche Restaurantbesitzerin Whitney steht völlig unerwartet vor dem Ruin. Da kommt es ihr gerade recht, dass sie von ihrer Mutter ein altes Hotel am Atlantik gererbt hat. Vielleicht lässt es sich ja noch zu Geld machen? Doch ihre Sondierungsreise nach Roanoke Island stellt Whitney vor ungeahnte Schwierigkeiten: Sie muss sich nicht nur mit ihrem Stiefvater auseinandersetzen, der für sie lange ein Fremder war, sondern auch noch mit Mark, der in dem historischen Gebäude einen Surfshop betreibt und von ihren Plänen alles andere als begeistert ist. Außerdem hält das alte Gemäuer für Whitney die eine oder andere rätselhafte Entdeckung bereit.
Während sie die Schätze sichtet, die das Hotel birgt, beginnt für sie eine Reise zu ungeahnten Familiengeheimnissen ...

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