Der Korsar und das Mädchen

Der Korsar und das Mädchen
Roman
South Carolina, 1814: Die 17-jährige Catherine ist ein Wildfang. Als sie unfreiwillig auf einer Kriegsfregatte landet, gibt sie sich erfolgreich als Schiffsjunge aus. Der junge Lieutenant Commander Lennart findet den ungewöhnlichen jungen "Cato" gleichermaßen interessant wie verdächtig. Und für Catherine wird es immer schwieriger, ihre wahre Identität und ihre Gefühle für Lennart zu verbergen. Als sie schließlich ihr Ziel in England erreicht, überschlagen sich die Ereignisse.
Bestellnummer: 817188
EAN: 9783957341884
Produktart: Buch
Veröffentlichungsdatum: 01/2017
Format: 14 x 22 cm
Einbandart: gebunden
Seitenzahl: 448
Verlag: Gerth Medien
Autor/Interpret: Elisabeth Büchle
17,00 €*

sofort lieferbar

ODER
Leseproben
Bewertungen

Kundenmeinungen 6 item(s)

genauso atemberaubend wie Stolz und Vorurteil
Inhalt

Catherine wächst mit ihrer Halbschwester auf der Plantage ihres gemeinsamen Vaters in South Carolina auf. Obwohl Amerika und England sich gegenseitig bekämpfen, soll Emily einen Briten heiraten, um die finanzielle Lage der Plantage zu stabilisieren. Catherine soll sie begleiten, um einerseits auf ihre ältere Schwester aufzupassen, aber andererseits auch um in Großbritannien ihren möglichen zukünftigen Ehemann zu treffen. Denn Catherine ist entgegen der gesellschaftlichen Erwartungen wie ein Junge mit Fecht-, Schieß- und Reitunterricht aufgewachsen und findet nicht bei jedem Gentleman gefallen.
Doch aufgrund eines unvorhergesehenen Vorfalls, müssen Emily und Catherine das Schiff wechseln und, um nicht verdächtigt zu werden, verkleidet sich Catherine als Schiffsjungen. Nach einem anfänglichen schweren Start gewinnt sie bald als Junge die Sympathie der Mannschaft und wird zum persönlichen Laufburschen des Commanders Lennart. Doch dann entdeckt Lennart zufällig, dass sein Laufbursche überhaupt kein Junge ist …


Meine Meinung

Ich habe mich von Anfang an auf das Buch gefreut, obwohl ich eigentlich nicht so gerne „normale“ Liebesgeschichten lese – also Liebesgeschichten außerhalb des Genres Fantasy. Doch da es sich um einen historischen Roman handelt, dreht sich die Geschichte nicht wie in den modernen Romanen um eine Beziehung nach der anderen: Erst wird die Frau verlassen, dann lernt sie jemand neuen kennen oder merkt, dass sie allein viel besser dran ist. So oder so ähnlich verlaufen viele Liebesromane. Dabei scheint es, als würde es immer nur eine Romanze nach der anderen geben und keine langfristigen Bindungen.
In diesem Buch ist das zum Glück ganz anders. Wie in den guten Jane-Austen-Romanen entwickelt sich eine Liebesgeschichte, die normalerweise in der entsprechenden Gesellschaft nicht möglich gewesen wäre. Die Liebe wächst langsam, aber stetig, überwindet lange räumliche und zeitliche Distanzen und sonstige Hindernisse. Es ist einfach eine unglaubliche Geschichte zum Schwärmen und Sich-Verlieben. Wer die Romane von Jane-Austen liebt, wird auch dieses Buch lieben. Ich habe es innerhalb weniger Tage regelrecht verschlungen. Zum Schluss habe ich den ganzen Sonntag bis spät in die Nacht hinein und gleich am nächsten Morgen weitergelesen – bis das Buch vorbei war. Bereits während des Lesens wurde „Der Kosar und das Mädchen“ in die Reihe meiner Lieblingsbücher aufgenommen. Ich kann es nur weiterempfehlen!
Auch wenn ich so von diesem Buch schwärme und es natürlich ein Happy End gibt, ist es doch nicht kitschig – oder zumindest nicht zu kitschig. Ganz im Gegenteil, manchmal hätte ich mir ein wenig mehr Liebesgeständnisse von Lennart gewünscht, ein wenig mehr Aufklärung seiner Gefühle oder seines Verhaltens Catherine gegenüber. Aber seine unbeholfene Art ihr gegenüber gehört einfach zu seinem Charakter und macht ihn kein bisschen weniger liebenswert. Wenn man sich in eine Romanfigur verlieben kann, dann habe ich mich definitiv in Lennart verliebt. Und auch irgendwie in Catherine. Sie sind ein echt wundervolles Paar.
Zudem dreht sich die Geschichte nicht nur um die Liebesgeschichte zwischen Lennart und Catherine. Sie handelt auch von einer bedingungslosen Vater- und Geschwisterliebe sowie einer unzertrennlichen Freundschaft zwischen Catherine und First, einem Sklavenjungen.
Die Charaktere entwickeln sich und wachsen an den Herausforderungen, bleiben aber doch sie selbst. Zudem enthält der Roman sehr viele Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe. Mehr als einmal haben sich die Charaktere anders verhalten als erwartet oder es sind andere Ereignisse eingetroffen als gedacht.
Wie bereits erwähnt ist wie in Jane Austens Romanen das Ende sehr schön. Was mir besonders gefallen hat, ist, dass es noch einen Epilog gibt, der einen kurzen Einblick gibt, wie es mit Catherine und Lennart ein paar Jahre später weitergeht.


Glaube

Der christliche Glaube spielt nur hin und wieder am Rande eine Rolle. Das macht sich dann dadurch bemerkbar, dass die Figuren beten oder sich an Gott richten, ihm bewusst vertrauen und ihr Leben in seine Hand legen. Es sind einzelne Sätze, die hin und wieder fallen. Demnach ist dieses Buch nicht sonderlich stark vom Glauben geprägt. Die einzelnen Sätze haben für mich als Christ das Buch noch schöner gemacht, allerdings sind es nicht diese Sätze gewesen, weshalb ich das Buch so gerne mag. Wen als nicht gläubiger Mensch ein paar gläubige Charaktere nicht stören, kann sich in dieses Buch genauso sehr verlieben wie ich.


Schiffssprache

Am Ende des Buches – nach der Danksagung – befindet sich eine Zeichnung eines Schiffes. Ich nehme an, es soll die Korvette aus der Geschichte sein. Diese ist an bestimmten Stellen mit Nummern gekennzeichnet. Im Glossar befinden sich alle möglichen Begriffe rund um die Schiffsfahrt. Einzelne Bezeichnungen sind mit den Nummern von der Korvette gekennzeichnet. So weiß man, wie die einzelnen Teile eines Schiffes bezeichnet werden.
Leider habe ich diese Zeichnung und das Glossar erst nach dem Lesen des Buches entdeckt. Dadurch konnte ich mit den meisten speziellen Begriffen aus der Schiffssprache nicht sonderlich viel anfangen. Allerdings hat mich das nicht weiter gestört, da ich dennoch die Handlung verstanden habe und es den Lesefluss nicht beeinträchtigt hat.
Ein paar Begriffe sind sogar im Text mit Fußnoten versehen und man kann dann gleich auf der Seite die dazugehörige Erklärung lesen.


Gestaltung

Sowohl das normale Cover als auch das Cover der Club-Ausgabe gefallen mir unglaublich gut. Da ich die normale Ausgabe besitze, kann ich nur deren weitere Gestaltung beurteilen:
Die Innengestaltung ist schlicht ohne Schnörkeln oder dergleichen, aber dennoch liebevoll. Jedes Kapitel beginnt mit einer Initiale. Bei einem Wechsel der Erzählperspektive innerhalb eines Kapitels befindet sich dann doch eine kleine Verzierung zwischen den Absätzen, um diesen Wechsel zu betonen.


Fazit

„Der Kosar und das Mädchen“ hat sich seinen Platz in der Reihe meiner Lieblingsbücher absolut verdient. Es ist eine Geschichte ganz nach Jane Austen und wird jeden ihrer Fans begeistern. Das gilt sowohl für christliche als auch für nicht gläubige Leserinnen. Und wie ich es von Jane Austen gewohnt bin, versteht es auch Elisabeth Büchle mein Herz zum Schmelzen zu bringen ohne dabei kitschig zu werden. So steht die Liebesgeschichte vielleicht im ersten Moment im Vordergrund, doch das täuscht. Ebenso spielen die Liebe zwischen Catherine und ihrer Schwester Emily, Catherine und ihrem Vater oder die Freundschaft zwischen Catherine und First eine bedeutende Rolle. Alles in allem kann ich einfach nur sagen: Ich habe schon lange keinen so guten Roman mehr gelesen – und erst recht nicht von einer gegenwärtigen Schriftstellerin!
Gesamtmeinung:
Kundenmeinung von TrustInTheLord / (Veröffentlicht am 18.06.2017)
Der Korsar und das Mädchen
„Habe ich mich jemals daran gehalten, was andere weiße Frauen tun?“ – „Ja, immer dann, wenn es von Vorteil für Sie war.“

Catherine Hanson, die 17jährige Tochter eines Plantagenbesitzers aus South Carolina, kam zwar in den Genuss einer exzellenten Ausbildung, ist aber im Gegensatz zu ihrer Halbschwester Emily vom Bild einer sanftmütigen und zarten Südstaatendame meilenweit entfernt. Der übermütige und unbekümmerte Wildfang verbringt seine Freizeit lieber damit, zu Schießen, zu Fechten und sich dem Reiten im Männersattel zu widmen, anstatt den feinen Teegesellschaften ihrer Schwester beizuwohnen. Catherines Trainingspartner ist der gleichaltrige Sklavenjunge First, der durch seinen Sonderstatus auf der Plantage auch gemeinsam mit den Hanson-Töchtern unterrichtet wird. Der gebildete und wortgewandte junge Mann besitzt eine anerzogene Zurückhaltung und ist Catherines bester Freund und Vertrauter. Catherines sorglose und unkonventionelle Kindheit und Jugend scheinen sich ihrem Ende zuzuneigen, als zwei britische Gentlemen um die Hand der beiden Plantagentochter anhalten. Die stolze und standesbewusste Südstaaten-Lady Emily macht sich mit ihrem Verlobten auf den Weg nach England, ihre Schwester Catherine soll das Paar begleiten und anschließend den Sohn eines englischen Viscount kennenlernen, ihren zukünftigen Ehemann. Zu ihrem Schutz wird First mit auf diese Reise geschickt.

In einem zweiten Erzählstrang wird der fähige Offizier Lennart Montiniere zum Lieutenant Commander auf der Kriegsfregatte „Silver Eagle“ ernannt und mit einem geheimen Auftrag auf die Reise geschickt. Im Hintergrund des Britisch-Amerikanischen Krieges geraten Emily und Catherine auf ihrer Überfahrt durch das von Lennart befehligte Kriegsschiff in Bedrängnis und setzen ihre Reise in der Obhut des „Korsaren“ fort. Catherine gibt sich als Schiffsjunge namens Cato aus – ein Verwirrspiel, das durch ihre unkonventionelle Art und ihren wilden, rebellischen Geist nicht Gefahr läuft, aufgedeckt zu werden. Es beginnt ein Abenteuer auf See, das einerseits einige Spannung, andererseits eine Menge Humor bereit hält…

Elisabeth Büchle hat mich mit dieser Neuerscheinung wieder von Beginn an in ihren Bann gezogen. Den Einstieg bildet ein hoch spannender Prolog, dessen brisanter Inhalt sich erst nach und nach im Verlauf des Buches offenbart. Die nachfolgende Beschreibung der beiden Hanson-Geschwister und die Rückblenden auf die unbeschwerte Kindheit Catherines werden ebenso detailliert und lebendig geschildert wie die Charaktere der handelnden Personen. Der Schauplatz dieses Romans ist die Kriegsfregatte Silver Eagle. Die Autorin hat durch eine detaillierte Skizze und den ausführlichen Beschreibungen der Fachausdrücke in der Seefahrt in ihrem Glossar am Ende des Buches für eine praktische und rasche Möglichkeit gesorgt, die verschiedenen Begriffe nachzuschlagen. Auch das Personenregister auf den ersten Seiten fand meinen Beifall – es stellt eine hilfreiche Sammlung von Informationen über die wichtigen Figuren eines Buches dar, die ich mir im Grunde für jeden Roman wünschen würde.

Die Handlung wird durch das Verwirrspiel um die Verkleidung der Lady Catherine und der Ereignisse an Bord des Kriegsschiffes dominiert. Eine sich anbahnende zarte Liebesgeschichte zwischen dem rebellischen Wildfang und dem steifen, korrekten Kommandanten mit dem weichen Kern bildet den romantischen Part dieses Buches. Nicht zuletzt bringt Elisabeth Büchle durch den bösartigen Viscount Adam Adamson einen gewissen Spannungsbogen ein, der gegen Ende des Buches in einem dramatischen Finale gipfelt. Was mir ganz besonders gefallen hat war der feine Humor in den Dialogen der Protagonisten – ein Stilmittel, das ich mittlerweile bereits als eines der Markenzeichen der Autorin betrachte und sehr zu schätzen lernte.

Fazit: Die Lektüre dieses Buches hat mir großes Lesevergnügen bereitet und ich kann diese spannende, humorvolle und romantische Geschichte wärmstens weiter empfehlen.
Gesamtmeinung:
Kundenmeinung von LEXI / (Veröffentlicht am 10.03.2017)
Man kann das Meer förmlich riechen...

South Carolina, 1814: Die 17-jährige Cathrine ist anders als andere Mädchen. Wo diese gern bei Teekränzchen Smalltalk führen und Klatsch und Tratsch austauschen, ist Catherine lieber draußen, reitet, klettert auf Bäume und fechtet. Ganz im Gegenteil zu ihrer Schwester Emily, die oft entsetzt ist von diesem Verhalten. Als beide mit dem Schiff nach England reisen sollen, damit Emily ihren Verlobten heiraten kann und Catherine einen aussichtsreichen Heiratskandidaten treffen soll, landen sie in den Wirren des Britisch-Amerikanischen Krieges auf einer Kriegsfregatte. Cahtrine gibt sich kurzerhand als Schiffsjunge aus, weil sie ahnt, dass sie sonst in großer Gefahr schweben. Ob sie ihre Rolle lange spielen kann? Vor allem der Lieutenan Commander Lennart Montiniere bemerkt als erste, dass mit dem jungen Cato etwas nicht stimmt – welches Geheimnis umgibt ihm?

Elisabeth Büchle steht für mich immer für entspannte Lesestunden, die mich entführen in eine andere Welt. Auch diesmal gelingt der Autorin, den Leser mit auf dieses Kriegsschiff zu nehmen. Man kann das Meer förmlich riechen und bemerkt, wie man beim Lesen beinahe das Gefühl hat, man wird von einer Welle getroffen, als das Schiff in Turbulenzen gerät. Ich gebe zu, am Anfang muss man sich erst einmal einlesen und ein paar Begriffe rund um die Schifffahrt lernen, dazu gibt es im Anhang eine tolle Skizze und eine Begriffserklärung. Doch wenn man erstmal losliest, wird der Leser förmlich in die Geschichte gesogen. Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen und wenn man denkt, man wüsste, wie es endet, dann wird man nochmal gewaltig überrascht. Wunderbar! Normalerweise mag ich dicke Bücher nicht so sehr, aber diesmal fand ich es sogar schade, als die Geschichte endete.

Einzig die christlichen Elemente sind sehr verhalten in die Handlung eingebaut, was aber für die Autorin üblich ist, weil sie gern auch Nichtchristliche Leser ansprechen möchte.

Sehr gut gefallen hat mir die Charakterentwicklung von Cathrine und Emily. Catherine war von Kindheit an gewohnt, ihre Freiheiten zu haben und muss nun lernen, sich anderen unterzuordnen. Das endet mehr als einmal in einem Schlagabtausch mit Lennart, denn ein Schiffsjunge muss Respekt haben vor dem Lieutenant Commander und diesem nicht ständig widersprechen. Auch Emily wandelt sich von der verwöhnten Tochter, die immer von Dienern umgeben war, zu einer Frau, die selbst mit anpackt und daran sogar Freude hat. Auch die Liebesgeschichte hat mir sehr gut gefallen, man kann die Spannung zwischen den Beiden spüren beim Lesen.

Für Fans von Elisabeth Büchle ein absolutes Muss, auch Liebhaber historischer Romane werden ihre Freude haben an diesem Buch. Ein echtes Highlight! Man sollte einfach loslesen und sich mit auf Große Fahrt nehmen lassen.
Gesamtmeinung:
Kundenmeinung von Simone / (Veröffentlicht am 04.03.2017)
Der Korsar und das Mädchen
South Carolina, 1814. Die Halbschwestern Catherine und Emily Hansen wachsen auf einer Plantage auf. Während Emily sich zu einer Südstaatendame entwickelt und sich für Teekränzchen und Mode interessiert, ist Catherines Erziehung ein wenig unkonventioneller verlaufen. Sie trägt am liebsten Männerkleidung und hat Reiten, Fechten, Schießen und Klettern gelernt.

Lennart Montiniere bekommt das Kommando über die Korvette „Silver Eagle“ und damit einen heiklen Auftrag zugeteilt: Er soll das unter spanischer Flagge segelnde britische Handelsschiff „Santiago de Cuba“ aufbringen und amerikanische Seeleute befreien.

Auf eben diesem Schiff befinden sich auch die Schwestern Hansen. Catherine und Emily sind auf dem Weg nach England, um dort zu heiraten. Als Lennart mit seinen Leuten das Handelsschiff betritt, um die Gefangenen zu retten, bekommt Catherine es mit der Angst zu tun. Um nicht aufgrund ihrer Heiratspläne als Landesverräterin zu gelten, denkt sie sich eine Maskerade aus, landet als Schiffsjunge Cato auf der „Silver Eagle“ und stolpert von einem Schlamassel in den nächsten…

In ihrem historischen Roman „Der Korsar und das Mädchen“ entführt Elisabeth Büchle den Leser in das 19. Jahrhundert mitten hinein in den Zweiten Unabhängigkeitskrieg zwischen den Vereinigten Staaten und Großbritannien. Hauptschauplatz ist eine Kriegskorvette, die in geheimer Mission im Golf von Mexiko unterwegs ist.

Die Geschehnisse an Bord der Korvette schildert Elisabeth Büchle in sehr intensiven Bildern. Ruckzuck wird man von der besonderen Atmosphäre eingefangen, kann die Seeluft schnuppern, den Wind und das unaufhörliche Schwanken spüren, das Knattern der Segel und Sirren der Leinen hören. Auch kann man sehr gut nachvollziehen, dass der Alltag auf der „Silver Eagle“ kein Zuckerschlecken ist. Nicht nur der beengte Raum, die rauen Sitten und die Wetterkapriolen machen Cato und Emily zu schaffen, auch Gefechte müssen überstanden und Verwundete versorgt werden.

Die Figuren haben Persönlichkeit und werden von Elisabeth Büchle allesamt lebhaft und facettenreich dargestellt. Jeder Einzelne spielt die ihm zugedachte Rolle ausgezeichnet und auch die zahlreichen Nebenfiguren bereichern mit ihren Eigenarten und ihrem Tun das Geschehen außerordentlich. Besonders begeistert hat mich, dass die Akteure immer wieder für eine Überraschung gut sind und manchmal ganz anders handeln bzw. sich ganz anders entwickeln, als ich es von ihnen erwartet habe.

Neben einer angenehmen Prise Humor ist auch eine gute Portion Romantik mit an Bord – die Liebesgeschichte zwischen Lennart und Catherine entwickelt sich langsam und wird dann zum Ende hin richtig dramatisch.

„Der Korsar und das Mädchen“ hat mich durchweg begeistert – eine fesselnde, spannend erzählte Geschichte voller Abenteuer und Romantik. Absolute Leseempfehlung!
Gesamtmeinung:
Kundenmeinung von dorli / (Veröffentlicht am 14.02.2017)
Weiblicher Schiffsjunge und Lieutenant zur See
Emily ist eine Südstaatenlady, ihre jüngere Schwester Catherine dagegen ein Wildfang. Da ihr Vater keinen Sohn hat, wurde sie wie ein Junge erzogen. In First, einem jungen Sklaven, hat sie einen guten Freund und Ausbildungspartner. Zu dritt machen sie sich mit Emilys Bräutigam auf den Weg nach England. Auf ihrem Schiff sollen sich allerdings auch amerikanische Kriegsgefangene befinden, weshalb der Lieutenant Lennart es mit seiner Korvette angreift. Unter seiner harten Schale verbirgt der junge Mann einen weichen Kern. Neben den Kriegsgefangenen nimmt er auch Emily, First und die als Schiffsjunge verkleidete Catherine an Bord, da er die Dame nicht schutzlos in Havanna zurücklassen möchte, nachdem ihr Bräutigam verschwunden ist.
Als Schiffsjunge gerät "Cato", wie sie sich nun nennt, mehrfach in gefährliche Situationen. Trotzdem liebt sie das Leben auf dem Schiff. Während sie Lennarts weiche Seite entdeckt, wandeln sich ihre Gefühle für ihn und es fällt ihr immer schwerer, ihr wahres Ich zu verstecken.
Gefahr droht Catherine aber nicht nur durch Krieg und Unwetter. Ein reicher Engländer hat es auf sie abgesehen und mehrere Kopfgeldjäger auf sie angesetzt. Wie leicht kann ein Schiffsjunge doch bei einem Sturm über Bord gehen ...
Die Geschichte ist spannend erzählt, man erhält viele Einblicke in das Leben in den USA und auf einem Kriegsschiff vor etwa 200 Jahren. Catherine ist nicht auf den Mund gefallen und so ergeben sich einige lustige Dialoge. In der Mitte hat das Buch eine kleinere Länge, da die Handlung sich ein wenig wiederholt (noch ein Sturm, noch ein Angriff). Dafür fehlt mir vereinzelt die Reaktion von Cato/Catherine auf eine Handlung, wenn diese aus der Sicht von Lennart erzählt wird. Hier hätte ruhig noch etwas mehr erzählt werden können.
Die Charaktere sind sehr gut beschrieben und nicht statisch. Emily beispielsweise bleibt nicht nur Catherines blasse Schwester, sondern wächst auf dem Schiff ebenfalls über sich hinaus.
Gesamtmeinung:
Kundenmeinung von ckleseratte / (Veröffentlicht am 24.01.2017)
Ein atemberaubendes Abenteuer mit viel Romantik
»Ich muss den Wind um mich spüren, das Gefühl haben, den Elementen zu trotzen! Und mit Ihrer Silver Eagle kann man vermutlich fliegen!« (S. 86)

Die 17jährigen Catherine wächst wohl behütet, aber voller Freiheiten auf einer Plantage auf. Gemeinsam mit ihrem besten Freund First, der eigentlich auch Sklave ist, verlebt sie eine Kindheit, die ihr das Reiten, Fechten, Kämpfen und Klettern auf Bäumen erlaubt. Doch mit dem Tag, an dem sie und ihre ältere Schwester Emily nach England aufbrechen, um dort ihre zukünftigen Ehemänner zu heiraten, ändert sich das Leben. Denn der zweite Unabhängigkeitskrieg führt dazu, dass das Schiff, auf dem sie reisen, geentert wird - von Lieutenant Commander Lennart Montiniere. Dieser handelt mit der Besatzung der Silver Eagle in einem Geheimauftrag. Catherine gibt sich während ihrer Rückreise nach Amerika, um der Sicherheit willen, als Schiffsjunge namens Cato aus. Mühelos erklimmt sie die Takelage der Silver Eagle und treibt mit ihrer unverblümten und frechen Art den Commander zur Verzweiflung.

Schon bald befindet man sich in einem atemberaubenden Abenteuer wieder. Die See wird stürmisch und es gibt auch viele weitere spannende Szenen, die mich regelrecht ans Buch genagelt haben.

Gerade das Geschehen auf See hatte es mir besonders angetan. Die Beschreibungen von Arbeit und Leben auf dem Schiff, sowie des Wetters, machen diesen Roman so atmosphärisch, dass ich das Gefühl hatte, mit an Bord zu sein.

Dass sich eine prickelnde Liebesgeschichte entwickelt, muss ich wohl nicht erwähnen, allerdings ist diese m.E. nicht kitschig. Die spritzigen Dialoge lockern die Handlung auf. Also, nicht nur das Wetter macht Turbulenzen. ;) Alle Romanfiguren wurden mir mehr und mehr sympathisch, was u.a. daran liegt, dass die Perspektiven zwischen Catherine, Lennart, Emily und ein paar weiteren Personen wechseln.

Im vorderen Buchteil befindet sich ein Verzeichnis der historischen Personen und Schiffsbesatzung der fiktiven Silver Eagle. Zum Buchende zu blättern kann ich nur empfehlen, da es dort die Abbildung eines Segelschiffes gibt und ein Glossar (was ich sehr hilfreich empfand).

Bei manchen Büchern denke ich manchmal, sie hätten ein wenig gekürzt werden können. In diesem Fall wäre ich froh gewesen, wenn ich noch ein wenig länger in diesem Buch hätte verweilen können. Das Ende kam so schnell! Aber wie soll man so einen abenteuerlichen Schmöker langsam lesen?!
Gesamtmeinung:
Kundenmeinung von Susanne Degenhardt / Smilla507 / (Veröffentlicht am 14.01.2017)

Schreiben Sie Ihre eigene Kundenmeinung

Nur registrierte Kunden können Bewertungen abgeben. Bitte melden Sie sich an oder registrieren Sie sich

Beschreibung

Details

South Carolina, 1814: Die 17-jährige Catherine ist ein Wildfang, die Reiten, Fechten und auf Bäume klettern
mehr schätzt als hübsche Kleider und Teekränzchen. Kein Wunder, hat sie doch in Ermangelung eines
männlichen Erben von Kindesbeinen an die Erziehung eines solchen erhalten. Als sie und ihre Schwester
Emily in den Wirren des Britisch-Amerikanischen Krieges unfreiwillig auf einer Kriegsfregatte landen,
gibt sie sich erfolgreich als Schiffsjunge aus.

Lennart Montiniere, der junge Lieutenant Commander der Silver Eagle, findet den ungewöhnlichen jungen
„Cato“ gleichermaßen interessant wie verdächtig – und für Catherine wird es immer schwieriger, ihre wahre
Identität und ihre Gefühle für Lennart zu verbergen. Als sie schließlich ihr Ziel in England erreicht, wo sie
den Sohn eines Lords heiraten soll, überschlagen sich die Ereignisse …

Elisabeth Büchle hat zahlreiche Bücher veröffentlicht. Ihr Markenzeichen sind gründlich recherchierte Romane, für die sie schon mehrfach ausgezeichnet wurde. Mit ihrem Mann und den fünf Kindern lebt sie im süddeutschen Raum.