Michael Wolffsohn (Autor / Autorin)
Genie und Gewissen
Herbert von Karajan zwischen Musik und Nationalsozialismus
Neue Perspektiven auf den Star-Dirigenten
Bestellnummer:
9783451073175
EAN:
9783451073175
Urheber:
Michael Wolffsohn (Autor / Autorin)
Verlag:
Verlag Herder GmbH
Produktart:
Buch
Einbandart:
Hardcover
Auflage:
1
Sprache:
Deutsch
Seitenzahl:
368 Seiten
veröffentlicht:
16.02.2026
Abmessungen:
13.5 x 21.5 cm
26,00 €
Alle Preise inkl. MwSt.
Verfügbar
Musik, Macht und Moral – wer war Herbert von Karajan im Nationalsozialismus? Bestseller-Autor Michael Wolffsohn legt durch diese historische Einordnung eine umfassende Neubewertung zu Karajan vor und korrigiert zentrale Fehleinschätzungen über dessen Verhältnis zum Nazi-Regime.Herbert von Karajan gilt als bedeutendster Dirigent des 20 Jahrhunderts. Sein Einfluss auf die Musik – nicht nur die Klassik – ist enorm. Er prägte einen eigenen Klangstil und hat bis heute ca. 300 Mio. Tonträger verkauft. Doch seine Rolle in der Zeit des Nationalsozialismus wird kontrovers diskutiert. In Aachen, seiner ehemaligen Wirkungsstätte, wurde 2023 gar eine Büste Karajans aufgrund seiner Vergangenheit entfernt. Allerdings fehlte bislang eine vollständige historische Einordnung.Karajan – unpolitischer Künstler? Opportunistischer Mitläufer? Oder gar überzeugter Regimefreund?Michael Wolffsohn legt auf der Grundlage umfangreicher internationaler Archivarbeit mit teils erstmals ausgewerteten Quellen ein umfassendes Gesamtbild des Stardirigenten vor. Er widerspricht verbreiteten Annahmen einer besonderen Nähe Karajans zum NS-Regime. Wolffsohn betrachtet:Handlungsspielräume, Opportunismus und Strukturzwänge im nationalsozialistischen Kulturapparat,Karajans Mitgliedschaft in der NSDAP,die Bewertung Karajans durch die Entnazifizierung,politische Zuschreibungen von 1945 bis heute und wie sie den Blick auf Karajan prägtensowie Karajans Ehe- und Familienleben anhand zahlreicher Quellenstücke.Mit „Genie und Gewissen“ legt Wolffsohn eine differenzierte Gesamtschau vor, die zentrale Irrtümer korrigiert und eine fundierte Einordnung ermöglicht. Es istein Beitrag zu einer historisch präzisen, nicht ideologisch verzerrten Auseinandersetzung mit Herbert von Karajan,eine exemplarische Untersuchung über die Handlungsspielräume von Künstlern in autokratischen Systemensowie eine Einordnung, ob Kunst nur der Ästhetik oder auch der Politik, Ideologie und Weltanschauung verpflichtet ist.
Wolffsohn entnazifiziert Herbert von Karajan. Der prominente Zeitgeschichtler hat die Dokumente über des Dirigenten Beziehung zum NS-System neu gesichtet. Genie und Gewissen räumt mit einigen Mythen auf
War der Jahrhundertdirigent nur Mitläufer oder überzeugter Nazi? Der Historiker Michael Wolffsohn hat dieser Frage ein aufwendig recherchiertes Buch gewidmet – und stellt einige Annahmen richtig.
Wolffsohn bringt sich selbst ins Spiel, seine eigene jüdische Identität und Perspektive. Und das erzeugt eine erstaunliche Nähe und Emotionalität.
Wenn ein scharfzüngiger, mit der öffentlichen Erregung virtuos jonglierender Zeithistoriker wie Wolffsohn sich über die NS-Verstrickungen des Dirigenten Herbert von Karajan beugt, erwartet die Leser Zündstoff.
Genie und Gewissen ist keine simple Verteidigungsschrift, sondern führt einem die Mehrdimensionalitäten einer Künstlerexistenz im Nationalsozialismus so eindringlich vor Augen, so nah wie wenige andere Bücher.
Wolffsohn entnazifiziert Herbert von Karajan. Der prominente Zeitgeschichtler hat die Dokumente über des Dirigenten Beziehung zum NS-System neu gesichtet. Genie und Gewissen räumt mit einigen Mythen auf
War der Jahrhundertdirigent nur Mitläufer oder überzeugter Nazi? Der Historiker Michael Wolffsohn hat dieser Frage ein aufwendig recherchiertes Buch gewidmet – und stellt einige Annahmen richtig.
Wolffsohn bringt sich selbst ins Spiel, seine eigene jüdische Identität und Perspektive. Und das erzeugt eine erstaunliche Nähe und Emotionalität.
Wenn ein scharfzüngiger, mit der öffentlichen Erregung virtuos jonglierender Zeithistoriker wie Wolffsohn sich über die NS-Verstrickungen des Dirigenten Herbert von Karajan beugt, erwartet die Leser Zündstoff.
Genie und Gewissen ist keine simple Verteidigungsschrift, sondern führt einem die Mehrdimensionalitäten einer Künstlerexistenz im Nationalsozialismus so eindringlich vor Augen, so nah wie wenige andere Bücher.
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